Volatile Märkte
Dax-Ausblick: Börse vor ungewissen Zeiten

Nach kräftigen Kursverlusten in den vergangenen Tagen bleiben die Anleger auch in der kommenden Woche nervös. Nahostkrise und eine ungewisse Quartalssaison drücken auf die Stimmung.

HB FRANKFURT. „Es hat sich Unsicherheit in den Köpfen der Börsianer eingenistet“, sagt Aktienstratege Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg und verweist auf Belastungsfaktoren wie den hohen Ölpreis und die wieder aufgeflammte Gewalt im Nahen Osten. Heftige Kursschwankungen hält er in dieser Gemengelage nicht für ausgeschlossen. Sein Fazit: „Die nächsten Tage werden nichts für Investoren mit schwachen Nerven.“ Der Dax hat in der vergangenen Woche 3,3 Prozent verloren und ist beinahe wieder auf seinem Stand von Anfang des Jahres zurückgefallen.

Den Anlegern steht auch aus anderen Gründen eine anstrengende Woche bevor. Im Terminkalender findet sich auf dem Höhepunkt der Berichtssaison zum zweiten Quartal in den USA eine lange Liste von Unternehmen, die Zahlen nennen. Die Aufstellung enthält Namen wie Ford, Apple, Microsoft, Coca-Cola, Merrill Lynch, Pfizer und Yahoo. Auch in Europa stehen zahlreiche Unternehmen in den Startlöchern, darunter Schwergewichte wie Philips und Nokia. Zu guter Letzt übernimmt in Deutschland Infineon am Freitag den Staffelstab von SAP.

Der Softwarekonzern hatte bereits am Donnerstag - eine Woche früher als erwartet - den Reigen der Quartalsberichte eröffnet und für eine Enttäuschung gesorgt. Wegen seines gegenüber dem Kalender versetzten Geschäftsjahres informiert Infineon über die Entwicklung im dritten Quartal. Der Halbleiterkonzern war zuletzt überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Für den Marktstrategen Rolf Elgeti von der niederländischen Großbank ABN Amro ist nach dem etwas enttäuschenden Auftakt des Zahlenreigens in den USA nun die entscheidende Frage, wie es die Unternehmen in Europa und Deutschland geschafft haben, mit dem durch zuletzt kräftig gestiegene Energie- und Rohstoffpreise entstandenen Kostendruck umzugehen. „Sollten sich die Europäer im Gesamtbild besser geschlagen haben als die US-Unternehmen, hat der Markt durchaus das Potenzial für eine echte Erholung.“ Die Börsianer haben in den kommenden Tagen jedenfalls die Qual der Wahl, welche Branchen und Unternehmen sie genauer unter die Lupe nehmen. An Auswahlmöglichkeiten herrscht kein Mangel.

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