Vorschau auf die neue Börsenwoche: Arbeitsmarktdaten stehen im Blick der Wall Street

Vorschau auf die neue Börsenwoche
Arbeitsmarktdaten stehen im Blick der Wall Street

Nach der verlustreichsten US-Handelswoche seit mehr als vier Jahren hoffen nervöse Anleger in New York in den kommenden Tagen auf eine Erholung. Da sich die Berichtssaison der großen US-Konzerne dem Ende zuneigt, werden Anleger verstärkt auf Wirtschaftsdaten und die Entwicklung der asiatischen Märkte achten.

HB NEW YORK. Dort nahm auch der jüngste Kursrutsch seinen Anfang: Der wichtigste Index der chinesischen Börse hatte am Dienstag mit einem Minus von knapp neun Prozent die stärksten Verluste seit zehn Jahren verbucht. Bei den US-Wirtschaftsdaten werden vor allem Zahlen zum US-Arbeitsmarkt auf das Interesse der Anleger stoßen. Diese werden am Freitag veröffentlicht. Experten erwarten im Durchschnitt einen Beschäftigungsanstieg außerhalb des Agrarsektors im Februar um 100 000 und eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent. "Die Entwicklung am Arbeitsmarkt wird für den kurzfristigen Handel wichtig sein", sagte Wayne Wicker von Vantagepoint Funds. Für weitere Impulse am Markt könnten zudem frische Daten zum Dienstleistungssektor, zur Produktivität der US-Wirtschaft und dem Auftragseingang der Industrie sorgen.

Eine Rolle spielen dürfte angesichts des gestiegenen Interesses an China auch die diesjährige Sitzung des Nationalen Volkskongresses Chinas ab Montag in Peking. Auf der Tagesordnung der gesetzgebenden Versammlung stehen etliche Themen, die auch Anleger betreffen könnten; darunter auch eine Diskussion über Eigentumsrechte in dem kommunistischen Land.

Sorgen bereiten dürften weiterhin die so genannten Carry Trades. Dabei leihen sich Anleger Geld in niedrig verzinsten Währungen wie dem Yen und legen die Mittel in Hochzinswährungen wie Euro oder Dollar an. Werden solche Positionen aufgelöst, führt dies automatisch zum Abfluss von Kapital aus dem Euro- und Dollar-Raum, was auch die Aktienmärkte trifft.

Zudem könnten Anleger nach dem Kursrutsch der vergangenen Handelswoche weiter Ausschau nach sichereren Anlageformen wie etwa Anleihen halten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte im Wochenverlauf 4,2 Prozent eingebüßt; Der breiter gefasste S&P-500-Indexfiel um 4,4 Prozent und die US-Technologiebörse Nasdaqstürzte um 5,9 Prozent ab.

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