Vorschau auf die neue Börsenwoche: Dax-Ausblick: Börsianer bleiben nervös

Vorschau auf die neue Börsenwoche
Dax-Ausblick: Börsianer bleiben nervös

In den vergangenen fünf Handelstagen hat der Dax zwar insgesamt nur anderthalb Prozent zugelegt, doch die Schwankungen innerhalb des Tages waren enorm. Und auch nach Aschermittwoch dürften die närrischen Zeiten für den deutschen Aktienmarkt noch nicht vorbei sein. „Es bleibt volatil“, prognostiziert Aktienstratege Tobias Basse von der NordLB.

HB FRANKFURT. „An einigen Tagen war die Bewegung so stark wie früher in einer ganzen Woche“, sagte Basse. Auch die Nachricht, dass der US-Softwareriese Microsoft den Internet-Konzern Yahoo übernehmen will, stellt nach Ansicht von LBBW-Stratege Michael Köhler noch keine Trendwende dar. „Das bringt das Thema Übernahmen und Akquisitionen zwar zurück ins Bewusstsein der Anleger, aber ich glaube nicht, dass es ausreicht, um die Sorgen vor einer Rezession in den USA nachhaltig zu vertreiben.“

Trotz der Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) vom vergangenen Mittwoch fürchten die Investoren, dass die Krise am US-Hypothekenmarkt die USA in eine Rezession drückt. Diese Angst dürfte so schnell nicht schwinden, und das spricht nach Einschätzung von Basse dagegen, dass sich die Nervosität am Markt in der neuen Woche legt. Die Marke von 7000 Punkten, um die der Dax am Freitag pendelte, bleibt nach Einschätzung der Aktienexperten fest im Blick der Anleger.

Deutsche Bank lässt tief blicken

Stolpern könnten die Marktteilnehmer vor allem über die Zahlen der Deutschen Bank, die am Donnerstag veröffentlicht werden. „Bei der Deutschen Bank wird man ziemlich genau hingucken“, sagt Köhler. „Die Zahlen und Aussagen könnten den Markt sowohl in die eine als auch in die andere Richtung bewegen.“ Nach wochenlangen Spekulationen bekommen die Anleger dann endlich Klarheit, wie stark Deutschlands größtes Geldhaus von der nochmals verschärften Krise an den Finanzmärkten in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Trotz hartnäckiger Gerüchte über Gewinnwarnungen sind die Erwartungen von Branchenexperten eher positiv. Ein weiteres Rekordjahr gilt als sicher. Für das Schlussquartal sagen Analysten wegen des schwachen Investmentbankingeschäfts zwar einen Gewinneinbruch voraus. Aber im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist die Deutsche Bank ihrer Einschätzung nach weit entfernt, in die rote Zahlen zu rutschen. Große Fragezeichen stehen jedoch über den Zielen für das laufende Jahr: Eine drohende US-Rezession und zunehmende Zweifel an einer schnellen Markterholung sorgen für Skepsis. Bislang teilt Bankchef Josef Ackermann diese Sorgen kaum.

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