Vorschau auf die US-Börsenwoche
Fed und Öl im Blick der Wall Street

Anleger und Analysten an der New Yorker Wall Street werden sich in dieser Woche vor allem auf zwei Dinge konzentrieren: die Zinsentscheidung der US-Notenbank und die Preisentwicklung des Öls.

HB NEW YORK. Sollte sich die Fed am Mittwoch dazu entschließen, die Leitzinsen erneut unverändert zu belassen, sind Analysten zufolge neue Höchststände der Indizes möglich. Beim Ölpreis halten die Experten nach dem starken Rückgang der vergangenen Woche einen leichten Anstieg für möglich.

Der Standardwerte-Index Dow-Jones-Index hatte über die vergangene Woche hinweg ein Plus von 1,5 Prozent verzeichnet und den Handel am Freitag 0,29 Prozent höher bei 11.561 Punkten verlassen. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann am Freitag 0,27 Prozent auf 1320 Zähler, im Wochenverlauf war dies ein Zuwachs von 1,6 Prozent. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,31 Prozent auf 2236 Punkte. Er hatte die vergangenen sechs Tage in Folge im Plus geschlossen - eine so lange Gewinnsträhne hatte er zuletzt im Januar verzeichnet. Im Wochenvergleich summierte sich dies zu einem Plus von 3,2 Prozent.

In den kommenden Tagen wird sich für Analysten und Anleger nahezu alles um die Frage drehen, ob die Fed am Mittwoch die Zinserhöhungspause fortsetzt oder die Geldpolitik wieder strafft. "Wir werden wahrscheinlich bereits bekanntes hören, nämlich, dass sie den vorherigen 17 Erhöhungen mehr Zeit zur Wirkung geben und das Wachstum nicht schwächen wollen", sagte Richard Sichel von Philadelphia Trust Co. "Das würde generell positiv aufgenommen werden. Dann können wir aufhören, uns Gedanken zu machen, was die Fed denkt, und uns mehr auf die Unternehmensergebnisse konzentrieren", fügte er hinzu.

Gelegenheit dazu hätten Anleger und Analysten: In der dieser Woche werden einige Unternehmen, darunter der US-Paketzusteller Fedex, Sportartikelhersteller Nike, Softwarehersteller Oracle und die Investmentbank Morgan Stanley Zahlen vorlegen. Für viele Analysten gilt besonders Fedex als Indikator für die künftige Wirtschaftsentwicklung. "Fedex ist wirklich am Puls der Geschäftsaktivität", sagte Marktstratege Michael Metz von Oppenheimer & Co. "Die Leute werden deshalb ganz genau auf die Kommentare des Managements schauen, um zu sehen, wie sie die Wirtschaft und den Rest des Jahres sehen."

In Bezug auf den Ölpreis zeigten sich die Experten vorsichtig: "Es wäre gut für den Markt und das Öl selbst, wenn sich der Preis wenig über 60 Dollar stabilisieren würde", sagte Sichel. Sein Kollege von Oppenheimer & Co rechnete jedoch mit einem leichten Preisanstieg: "Öl hat zu schnell, zu früh reagiert und es wird eine Rückwärtsbewegung geben."

Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) Öl zur Lieferung im Oktober hatte in der vergangenen Woche fast drei Dollar nachgegeben und kostete am Freitagabend 63,33 Dollar. Das waren fast 20 Prozent unter dem am 14. Juli erreichten Höchststand von 78,40 Dollar.

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