Vorschau auf die US-Börsenwoche
Wall Street: Anleger hoffen auf weitere Zeichen für Erholung

An den New Yorker Aktienmärkten richten sich in der kommenden Woche alle Augen auf die anstehenden Konjunkturdaten. Von der Fülle von Zahlen erhoffen sich die Börsianer Aufschluss darüber, wie es um die Wirtschaft wirklich bestellt ist.

HB NEW YORK. Viele Investoren warten ungeduldig auf frische Hinweise, ob die Erholung stark genug ist, um Verluste auf Unternehmensseite auszuhalten. Die Anleger würden daher genau darauf schauen, ob es weitere Anzeichen für eine Besserung gibt oder nicht, sagte Fred Dickson, Marktstratege bei D.A. Davidson & Co.

Gemessen am Geschehen der vergangenen Woche könnten sich die Gewinne in Grenzen halten. Der aufkeimende Konjunkturoptimismus wurde immer wieder von Sorgen über den Arbeitsmarkt sowie steigende Benzin- und Kreditkosten belastet. Am Freitag hatten die US-Börsen die Woche uneinheitlich beendet: Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent fester bei 8799 Punkten, im Wochenverlauf legte er 0,4 Prozent zu.

Bei den Konjunkturdaten werden die am Dienstag anstehenden Wohnbaubeginne besonders stark ins Blickfeld rücken, da der Immobilienmarkt zu den am ärgsten gebeutelten Teilen der US-Wirtschaft gehört. Alles, was damit zu tun habe, sei entscheidend, sagte Paul Mendelsohn von Windham Financial Services. Experten rechnen für Mai mit einem Anstieg der Wohnbaubeginne auf 490.000.

Zudem stehen unter anderem am Dienstag noch die Erzeugerpreise und Zahlen zur Industrieproduktion an, gefolgt von den Verbraucherpreisen am Mittwoch und den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag.

Als Störfeuer für die Konjunkturhoffnungen könnte sich auch der Anstieg der Rohstoffpreise erweisen. Der Ölpreis ist in der vergangenen Woche mit zeitweise mehr als 72 Dollar je Fass auf den höchsten Stand seit Oktober gestiegen.

Nach dem holprigen Verkauf einer zehnjährigen US-Anleihe am Mittwoch bereitet den Börsianern zudem nach wie vor die Flut an Staatsanleihen Sorgen, die die Zinsen und damit auch die Kreditkosten für Verbraucher und Firmen hochtreiben könnte. Verunsicherung herbeirufen könnte auch das vierteljährliche Auslaufen von vier unterschiedlichen Arten von Future- und Optionsgeschäften. Analysten zufolge könnten dies zu einem stärkeren Handelsvolumen und einer größeren Volatilität führen, da Anleger ihre Positionen abbauen.

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