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Was die Wall-Street-Woche bringt

Den US-Aktienmärkten könnte eine Woche mit starken Kursausschlägen bevorstehen: Neben den Quartalsberichten einiger großer Unternehmen wird die Aufmerksamkeit der Anleger zahlreichen Zahlen zur Entwicklung der US-Wirtschaft gelten, die Anhaltspunkte für die künftige Zinspolitik der Fed geben könnten.

HB NEW YORK. Die anstehenden Konjunkturdaten werden mit besonderer Spannung erwartet, da dies die letzte vollständige Börsenwoche vor der nächsten Fed-Sitzung am 8. August ist. "Der Markt weiß, dass die obersten drei Prioritäten der Fed Inflation, Inflation und Inflation heißen", sagte Chef-Volkswirt Anthony Chan von JPMorgan Private Client Services.

Die größte Aufmerksamkeit dürften in diesem Zusammenhang Daten über die privaten Konsumausgaben bekommen, die als einige der wichtigsten Inflationsindikatoren der Fed gelten. Daneben werden Zahlen zu Arbeitsmarkt, Industrie und Dienstleistungssektor sowie zum Autoabsatz erwartet.

Zum Wochenschluss hatte der Aktienmarkt am Freitag angezogen, nachdem Zahlen zu einem langsameren Wirtschaftswachstum als erwartet bei den Händlern die Hoffnung auf eine Aussetzung der Zinserhöhungen geweckt hatten. Der Dow Jones gewann im Lauf der Woche 3,23 Prozent, der S&P 500 stieg um 3,08 Prozent und der Nasdaq um 3,65 Prozent.

"Jetzt ist die Frage, ob diese Erholung in den kommenden Wochen aufrechterhalten werden kann", sagte Michael Metz von Oppenheimer Holdings. Der Preis für US-Rohöl war im Wochenverlauf um 1,6 Prozent gesunken und hatte am Freitag bei 73,24 Dollar pro Barrel geschlossen, nachdem er vor zwei Wochen ein Rekordhoch von 78,40 Dollar erreicht hatte.

Impulse werden in der kommenden Woche auch von den Quartalsberichten wichtiger Unternehmen erwartet, darunter Schwergewichte wie der Telefonanbieter Verizon und der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, die beide im Dow Jones Index geführt werden. Ihre Geschäftszahlen werden auch der Hotelkonzern Hilton, die Kaffeehauskette Starbucks und der Medienkonzern Time Warner vorlegen. Die bisherigen Unternehmenszahlen seien besser als erwartet ausgefallen, sagte Analyst Scott Wren von A.G. Edwards & Sons. "Aber der Markt könnte sich weiter auf die Verluste konzentrieren, obwohl viele Unternehmen immer noch gute Ergebnisse einfahren."

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