Vorwürfe gegen den Zentralbankchef wegen Steuerhinterziehung ziehen den Bovespa-Index nach unten
Brasiliens Börse steht unter Druck

Vorwürfe wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche bringen den brasilianischen Zentralbankpräsident Henrique Meirelles zunehmend unter Druck. Die Börse des Landes ist deswegen in der letzter Woche zeitweise um bis zu fünf Prozent abgestürzt, konnte sich zum Börsenschluss jedoch wieder fangen.

abu/Bloomberg SAO PAULO. Insgesamt verlor der Bovespa-Index, der die 54 meist gehandelten brasilianischen Aktien umfasst, damit in der vergangenen Woche drei Prozent. Auch der Kurs der brasilianischen Benchmark-Anleihe mit Fälligkeit 2040 fiel 1,30 Cent auf 96,73 Cent je Dollar Nominalwert.

Marktteilnehmer zeigten sich besorgt, dass Henrique Meirelles zum Rücktritt aufgefordert wird. Der Bovespa-Index war als Reaktion auf die hohen Ölpreise und ihrer Auswirkung auf die Wirtschaft des Landes bereits in einer Abwärtsbewegung. „Hauptsorge der Investoren ist, dass das Parlament durch den Trubel abgelenkt wird und dadurch für das Wirtschaftswachstum wichtige Gesetzesänderungen verschoben werden“, erläutert Bruno Garcia, Vermögensverwalter bei der Arx Capital Management in Rio de Janeiro.

Meirelles, der vorher Präsident von Fleet Boston Global Bank war, wird vorgeworfen, Eigentum nicht versteuert zu haben und Geld über Geldtauscher ins Ausland überwiesen zu haben, gegen die wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt wird. Die Vorwürfe lassen sich jedoch bisher weder belegen noch haben die Finanzbehörden mit Untersuchungen begonnen.

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