VW/Porsche
Was will Piëch?

Profi-Investoren liefen Sturm gegen die Eroberung von Wolfsburg durch Ferdinand Piëch und Porsche.

Tom Shrager, Partner des US-Investmenthauses Tweedy Browne, kürte den VW-Aufsichtsrat "zum verschlafensten von ganz Deutschland" . Mit Blick auf die Übernahme von bis zu 30 Prozent der VW-Aktien durch Porsche sagt Erik Bomans, Partner des Brüsseler Beratungsunternehmens Deminor, das Fonds und Pensionskassen vertritt: "Piëch spielt ein gefährliches Spiel." Der Sportwagenhersteller habe "zu viel Einfluss auf den Wettbewerber, aber diese Leute scheren sich ja nicht darum, was Anleger denken". Investoren unterstellen, dass Piëch sich als Schöpfer eines Mega-Autokonzerns ein Denkmal setzen will, bestehend aus der Edelschmiede Porsche, dem Massenhersteller VW mit Audi und einem Lkw-Konglomerat aus Scania und MAN.

Die nächste Porsche-Hauptversammlung soll dem Management erlauben, für acht Milliarden Euro neue Aktien auszugeben. VW komplett übernehmen wolle man nicht, sagt Porsche. Bleibt die Frage, wofür das Geld dann gebraucht wird. In Frankfurt kursieren Spekulationen über einen Plan B. Der geht so: Die Aktien aus der Kapitalerhöhung werden komplett von Piëch und dem Porsche-Clan übernommen, aber nicht gegen Bargeld, sondern gegen die familieneigene Salzburger Porsche-Holding. Der Holding, geschätzter Wert vier Milliarden Euro, gehören der VW-Vertrieb in Österreich und großen Teilen Osteuropas. Schon als Piëch VW-Chef war, blühte und gedieh sein Familienunternehmen - dank VW. Nach dem Tausch von Porsche Holding gegen Porsche-Aktien hätte die Familie ihren ohnehin übermächtigen Einfluss auf Porsche noch erhöht.

Nächster Schritt, und jetzt wird es richtig spekulativ, wäre ein Abfindungsangebot der Familie an die freien Porsche-Aktionäre. Porsche könnte von der Börse genommen werden und gehörte dann Piëch und den Seinen komplett. Das wäre doch was: Eine Geldmaschine im Familienbesitz, ohne lästigen Aktionärseinfluss, über die Piëch und Wiedeking auch noch VW steuern könnten.

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