Wall-Street-Ausblick
Anleger bangen um Banken

Trotz der fulminanten Wall-Street-Schlussrally am Freitag droht der November droht als einer der schlechtesten Monate in die Geschichte der US-Börsen einzugehen. Sorgen bereitet den Anlegern aktuell die schwer angeschlagene Citigroup. Hoffnung auf Stabilität und Kontinutät verspricht dagegen die offizielle Vorstellung von Obamas Wirtschaftsteam.

HB NEW YORK. Gleich zum Auftakt der wegen Thanksgiving verkürzten Handelswoche soll der designierte US-Präsident Barack Obama sein Wirtschaftsteam vorstellen. Dies wird von den Anlegern mit größter Spannung erwartet, beflügelten doch bereits Berichte über eine mögliche Nominierung des New Yorker Notenbankchefs Timothy Geithner zum Finanzminister am Freitag die US-Börsen.

"Am Markt herrscht weiterhin die Sorge um den Zustand der Finanzbranche und über den riesigen Zusammenbruch bei den Banken vor", sagte Fred Dickson von D.A. Davidson & Co. Auch Joe Saluzzi von Themis Trading sieht die Citigroup als zentral für Wohl und Wehe der Wall Street in der kommenden Woche. Wenn es gute Nachrichten gebe - ein Verkauf, ein Konzernumbau oder ein neues Management - könne sich die Rally am Montagmorgen möglicherweise fortsetzen. "Wenn wir von Citigroup nichts bekommen, haben wir am Montagmorgen ein kleines Problem."

Auf der fieberhaften Suche nach einem Ausweg aus der Finanzkrise schließt die Citigroup offenbar auch eine Fusion nicht aus. Das einst größte Geldhaus der Welt spielt Kreisen zufolge derzeit verschiedene Szenarien durch. Offenbar spricht die Citigroup mit dem US-Finanzministerium und der US-Notenbank Fed über eine Lösung. Zu den diskutierten Möglichkeiten gehöre auch die Unterstützung der Bank durch die Regierung, verlautete am Freitag aus Finanzkreisen. Die Aktien der Citigroup hatten am Freitag erneut nachgegeben und büßten damit im Wochenverlauf mehr als 50 Prozent ein.

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