Wall-Street-Ausblick
Hoffnungsschimmer oder Strohfeuer?

Das bereits am Freitag angekündigte Rettungspaket der US-Regierung zum Aufkauf von faulen Krediten konnte die Stimmung an der den amerikanischen Finanzmärkten vorübergehend heben. Doch kaum ein Marktteilnehmer rechnet damit, dass die 700 Mrd.-Dollar-Maßnahme für einen nachhaltigen Kurs-Aufschwung sorgen wird.

HB NEW YORK. Details des Rettungsplans und seine Wirksamkeit dürften das Geschehen an der Wall Street in den kommenden Tagen bestimmen. Die Regierung hatte am Freitag angekündigt, Problemanleihen vor allem aus dem kollabierten Hypothekenmarkt aufzukaufen, um die Bilanzen der Banken zu entlasten. Außerdem kündigte sie die Schaffung einer Einlagensicherung für Geldmarktfonds, während die Aufsichtsbehörden gegen Leerverkäufe vorgingen.

Dem Dow-Jones-Index der Standardwerte verhalfen die Maßnahmen am Freitag zu Gewinnen von 3,4 Prozent auf 11 388 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte vier Prozent auf 1 255 Zähler zu, der Index der Technologiebörse Nasdaq 3,4 Prozent auf 2273 Punkte. Schon am Donnerstag hatte der Dow 3,9 Prozent zugelegt. Im Wochenverlauf verlor der Dow damit nur noch 0,3 Prozent, der S&P gewann 0,1 Prozent und der Nasdaq legte 0,6 Prozent zu. Nach der euphorischen ersten Reaktion der Märkte wurden am Wochenende skeptischere Stimmen lauter. „Unter dem Stich befasst sich das Programm nicht mit der Entstehung des ganzen Problems, das vom Immobilienmarkt kommt“, sagte Chef-Marktstratege Bill Strazzullo von Bell Curve Trading. „Es behandelt die Symptome, nicht das zugrundeliegende Problem. Die Hauspreise werden weiter sinken, und das bedeutet weitere faule Kredite, weitere Abschreibungen, weiteren Druck auf die Bankbilanzen.“

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