Wall-Street-Ausblick
Konjunkturdaten und Ölpreis im Blick

Investoren an der Wall Street werden ihr Augenmerk in der kommenden Woche vor allem auf Konjunkturdaten richten. Wo es an Bilanzzahlen mangelt, erhoffen sie sich von den makroökonomischen Daten Anzeichen auf den Zustand der US-Wirtschaft.

HB NEW YORK. Erwartet werden unter anderem Arbeitsmarktzahlen. Analysten gehen davon aus, dass im März außerhalb der Landwirtschaft 120 000 neue Stellen entstanden sind, das wären 23 000 mehr als im Februar. Ökonomen dürfte es Analyst Tim Hartzell zufolge freuen, sollte sich die Konsensschätzung bestätigen. Sie sähen die Zahl gern über der 100 000er-Marke, sagte er, warnte aber davor, dass jüngst gern Revisionen früherer Daten in die neuen Zahlen eingeschlossen werden.

Die Arbeitslosenrate dürfte einer Prognose zufolge auf 4,6 Prozent von 4,5 Prozent steigen. Investoren sollte das nicht beunruhigen, sagte Analyst Neil Hennessy von Hennessy Funds im kalifornischen Novato. Er verwies auf die Millionen von Stellen, die in den vergangenen Jahren in den USA entstanden seien - ein Plus von einem Zehntel Prozentpunkt spiele da keine Rolle. Der Arbeitsmarktbericht wird für Karfreitag erwartet. An diesem Tag wird die Börse geschlossen sein.

In der vergangenen Woche hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 1,02 Prozent auf 12.354 Punkte nachgegeben. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,07 Prozent auf 1420 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,11 Prozent auf 2421 Punkte ab. Über das abgelaufene Quartal indes ergaben sich für den S&P- und den Nasdaq-Index leichte Zuwächse, einzig der Dow gab 0,9 Prozent nach.

Zum Wochenausklang hatten die Börsen kaum verändert geschlossen. Größere Verluste seien verhindert worden, da der Ölpreis wieder gesunken sei, sagten Händler. Vor dem Hintergrund des Dramas um die im Iran festgehaltenen britischen Soldaten hatte der Ölpreis jüngst deutlich zugelegt. Im späten US-Handel am Freitag kostete ein Barrel US-Leichtöl allerdings 50 Cent weniger als am Vortag.

Dem Ölpreis - und damit den politischen Entwicklungen in Nahost - dürften die Investoren auch in der kommenden Woche Aufmerksamkeit widmen. Danach wird der Fokus wohl langsam zu den US-Unternehmen wandern; nach Ostern rollt die nächste Berichtssaison an.

Viele Marktteilnehmer warnen vor zu viel Schwarzmalerei: Zwar grassierten weiter Sorgen über die Krise der Hypothekenfinanzierer für Kunden mit niedriger Bonität (Subprime Mortgage). Bei näherem Hinsehen sei jedoch erkennbar, dass für allzu düstere Stimmung kein Anlass bestehe.

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