Wall-Street-Ausblick
Lassen sich US-Anleger von Zahlenflut mitreißen?

Die Anleger an der Wall Street sind nervös. Die Kongresswahlen rücken näher, ebenso die Entscheidung der Fed über weitere konjunkturstützende Maßnahmen. Für Ablenkung sorgen dürften die Zahlen von 177 S&P-Konzernen, darunter Branchengrößen wie Microsoft, Exxon und Chevron.
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HB NEW YORK. Die zuletzt erfolgsverwöhnten US-Anleger müssen sich in der kommenden Woche auf hohe Kursschwankungen einstellen. Einige Experten gehen davon aus, dass jede auch nur annähernd negative Nachricht einen deutlichen Abwärtstrend auslösen kann. Viele Analysten zeigen sich aber optimistisch und rechnen damit, dass die Welle von Unternehmensbilanzen die seit Anfang des Monats laufende Rally weiter stützen wird. Erwartet werden die Zahlen von 177 S&P-Konzernen, darunter Branchengrößen wie Microsoft, Exxon und Chevron. Gespannt blickt die Wall Street in der letzten Oktoberwoche zudem schon auf die nächste Sitzung der Fed Anfang November, von der zur Freude der Börsianer weitere Geldspritzen für die laue US-Wirtschaft erwartet werden.

Analysten zufolge dürften die S&P 500-Unternehmen ihre Gewinne im dritten Quartal um 28 Prozent gesteigert haben. Damit wächst die Zuversicht, denn in der vergangenen Woche wurde noch ein Plus von 24 Prozent erwartet. "Wir rechnen auch in der kommenden Woche mit guten Bilanzen", sagte Peter Cardillo von Avalon Partners. Schlechte Konjunkturnachrichten könnten allerdings am Markt Nervosität auslösen, sagte Cardillo weiter.

Die Anleger seien hier vor allem deshalb nervös, weil in der ersten November-Woche die Fed ihre nächsten Schritte beschließt und die Kongresswahlen anstehen.

In der kommenden Woche haben sich die Investoren vor allem den Eigenheimabsatz und den Auftragseingang für langlebige Güter am Mittwoch sowie das US-Bruttoinlandsprodukt vom dritten Quartal am Freitag im Kalender markiert. Microsoft und Exxon legen ihre Zahlen am Donnerstag vor, Chevron folgt am Freitag.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der S&P-500 hatten die vergangene Woche jeweils mit einem Plus von 0,6 Prozent abgeschlossen, während die Technologiebörse Nasdaq auf Wochensicht 0,4 Prozent zulegte.

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