Wall-Street-Ausblick
Unternehmen geben den Takt vor

Quartalsberichte - darauf werden die Börsianer an der Wall Street in der kommenden Woche hauptsächlich achten. Pharmariesen, Flugzeugbauer, Automobilunternehmen - sie alle werden mitteilen, wie die Geschäfte laufen. Aber da gibt es noch ein Thema, das die Anleger brennend interessiert: der US-Immobilienmarkt.

HB NEW YORK. Eine Fülle von Quartalsberichten wird die Anleger an den US-Börsen in der kommenden Woche in Atem halten. Mit Blick auf die Krise bei den zweitklassigen Hypothekenkrediten dürften zudem neue Zahlen zum US-Immobilienmarkt mit großem Interesse aufgenommen werden. Quartalszahlen werden unter anderem von den Pharmariesen Merck & Co, Schering-Plough, Eli Lilly und Bristol-Myers Squibb erwartet. Auch Marktschwergewichte wie Boeing, Exxon Mobil und Ford Motor veröffentlichen in den kommenden Tagen ihre Bilanzen.

In der vergangenen Woche hatten die Börsen trotz einzelner Enttäuschungen bei Firmen wie Caterpillar und Pfizer neue Höchststände erreicht. Der Dow überschritt am Donnerstag erstmals die Marke von 14 000 Punkten. Am Freitag sorgten jedoch enttäuschende Quartalsberichte und Sorgen um die zweitklassigen Hypothekenkredite für einen Einbruch. Der Dow Jones-Index schloss am Ende der Woche mit einem Minus von 0,4 Prozent, der S&P verlor sogar 1,2 Prozent. Auch der Nasdaq sank um 0,7 Prozent.

Im Allgemeinen profitierten multinationale Konzerne jedoch in der letzten Zeit von den stärkeren Volkswirtschaften außerhalb der USA. Das Profitwachstum bei den Big-Cap-Werten sei aus dem Ausland gekommen, sagte Bob Schaeffer von Becker Capital Management in Portland. Die Rentabilität im Inland habe dagegen seit einiger Zeit nachgelassen.

Die aktuelle Situation auf dem US-Immobilienmarkt wird am Mittwoch und Donnerstag durch neue Zahlen beleuchtet. Der Sektor bereitet den Investoren bereits seit einiger Zeit Kopfweh. Mehrere Hedge-Fonds mussten auf Grund der Ausfälle bei den "subprime mortgages" - Kredite an Schuldner mit schlechter Bonität - bereits große Verluste hinnehmen. Am Freitag werden die ersten Zahlen zur US-Wirtschaft im zweiten Quartal 2007 veröffentlicht. Analysten rechnen damit, dass die jährliche Wachstumsrate nach einem schwachen ersten Quartal auf 3,2 Prozent anzieht. Am Donnerstag werden neue Zahlen zu den Bestellungen bei den langfristigen Gütern veröffentlicht, für den Freitag stehen aktuelle Daten zum Verbrauchervertrauen an.

Auch der hohe Ölpreis und ein schwacher Dollar dürften die Märkte weiterhin beeinflussen. Am Freitag war der Dollar gegenüber dem Euro auf ein neues Rekordtief gesunken.

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