Wall-Street-Ausblick
US-Börsen im Bann der Berichtssaison

Die Wall Street hat eine Handelswoche mit zahlreichen Impulsen vor sich. Im Mittelpunkt steht der Auftakt der Bilanzsaison, die US-Unternehmen beginnt am Donnerstag traditionell mit den Quartalszahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa. Betriebsam geht es aber auch bei den Konjunkturdaten zu – ein Mix, der die Börsen in jede Richtung schicken kann.
  • 1

HB NEW YORK. Nach der September-Rally blicken US-Anleger gespannt auf die kommende Woche: Die Bilanzsaison beginnt, zudem können eine Reihe von Konjunkturdaten Aufschluss über die Entwicklung der US-Wirtschaft geben. Bei positiven Signalen rechnen Analysten mit einem neuen Aufwärtstrend an der Börse. Denn viel Geld stecke immer noch in den als sicher geltenden Staatsanleihen, sagt Michael O'Rourke von BTIG LLC. Sobald die Daten klar nach oben zeigten, könnten Händler wieder am Aktienmarkt investieren und für Kursgewinne sorgen.

Im vergangenen Monat hatte der S&P-500 mit einem Plus von 8,8 Prozent sein zweitbestes Ergebnis in einem September überhaupt erzielt. Ob dieser Schwung anhält, hängt auch davon ab, welche Signale am Freitag vom US-Arbeitsmarktbericht kommen.

Ohne den Landwirtschaftssektor fielen im August 54 000 Jobs weg - nun rechnen Beobachter mit einer stabilen Lage. Allerdings reicht die Spanne der Prognosen von einem Plus von 106 000 bis zu einem Verlust von 75 000 Stellen.

Doch schon vor dem mit besonderem Augenmerk verfolgten Arbeitsmarktbericht haben sich die Investoren eine Reihe anderer Konjunkturzahlen in den Kalender geschrieben. So beginnt die Woche mit Industrie- und Immobiliendaten: Bei den Hausverkäufen wird ein Anstieg von drei Prozent erwartet, beim Auftragseingang der Industrie dagegen ein leichter Rückgang von 0,4 Prozent.

Seite 1:

US-Börsen im Bann der Berichtssaison

Seite 2:

Kommentare zu " Wall-Street-Ausblick: US-Börsen im Bann der Berichtssaison"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • So wird das hektische Hin- und Hergehopse anhand irgendwelcher schön geredeter Zahlen weitergehen. Dabei wird verdeckt, daß die Lage schlechter ist, als es die gekünstelte Stimmung weismachen möchte: Seit Monaten geht es abwärts von einem niedrigen Zwischenerholungs(Rebound)-Niveau, welches nur durch basiseffekte aufgehübscht ist. Der blick in Vorkrisenzeiten macht deutlich, daß USA (nebst anderen) am boden liegt und kaum noch atmet. Gerade die krampfhaften Drucksereien von FED und Nr.44, der nach und nach seine ökonomischen berater verliert, verdeutlichen, daß gegen Arbeitslosigkeit, immobilienkatastrophe und wirtschaftlichen Verfall dort kein Kraut mehr wächst. Weiters Geld zu pumpem wie durch Quantitative Easing Nr.2 (und dann Nr. 3 bis ?) vorgesehen, kann nichts bringen, was nicht schon vergeblich versucht worden ist. Die Hoffnung auf Anspringen der inflation wird ebenso enttäuscht wie bei der Kreditvergabe der banken. inflation benötigt deutliche Konsumsteigerungen - woher? banken vergeben nur Kredite, wenn sie Vertrauen in ökonomischen Erfolg haben - wie denn? Geld folgt der bonität - nicht umgekehrt, wie Nr. 44 glaubt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%