Wall-Street-Ausblick
US-Börsen im Bann der Zahlen

Etliche amerikanische Großunternehmen legen in der kommenden Woche ihre Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vor. Zudem erwarten die Anleger eine wahre Flut von Konjunkturdaten. Die Zahlen könnten darüber entscheiden, ob die sich an der Wall Street die Erholung der US-Märkte von den Rückschlägen Ende Februar weiter fortsetzt.

HB NEW YORK. Von den Unternehmenszahlen erhoffen sich Investoren vor allem Aufschluss darüber, wie die US-Wirtschaft den Abschwung in der Immobilienbranche und die schwierige Lage bei einigen Hypothekenanbietern verdaut hat. Zu den Unternehmen, die ihre Quartalszahlen vorlegen, gehören unter anderem die Citigroup, Intel, Coca-Cola, Yahoo, JP Morgan Chase, IBM sowie Motorola.

In der vorangegangen Woche hatten Alcoa und General Electric den Märkten mit ihren Zahlen positive Signale gesandt. Im Wochenverlauf ergab sich beim Dow-Jones-Index der Standardwerte ein Plus von 0,41 Prozent, beim breiter gefassten S&P-500-Index ein Plus von 0,63 Prozent und auch beim Technologie-Index Nasdaq ein Plus von 0,83 Prozent.

Neben den Zahlen für das abgelaufene Quartal interessieren sich die Anleger vor allem für die Geschäftsausblicke der Unternehmen. Sollten auch diese positiv aufgenommen werden, gehen Analysten von einem weiteren Anstieg der Kurse aus. In den vergangenen Wochen haben sich die US-Börsen von ihren Mitte März erzielten Tiefpunkten entfernt. Die Verluste warten durch Einbrüche an der chinesischen Börse in Schanghai ausgelöst worden.

"Sollte es keine besonders schlechten Nachrichten zur Inflation geben, wird sich der Markt eher an den Bilanzen orientieren", sagt Charles Lieberman von Advisors Capital Management. Schlechte Inflationsnachrichten könnten allerdings verheerend ausfallen. Hier liegt eine der Hauptsorgen vieler Investoren. In der abgelaufenen Woche hatte die US-Notenbank angedeutet, dass eine weitere Leitzinsanhebung zur Inflationsbekämpfung nötig sein könnte. Bislang waren die Experten davon ausgegangen, dass die Fed die Zinsen eher senken würde, um das Wachstum anzukurbeln.

Die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für März am Dienstag dürften daher auf besonderes Interesse stoßen. Ebenfalls am Dienstag stehen die März-Daten zur Industrieproduktion an, am Montag die Zahlen zum Einzelhandelsumsatz.

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