Wall-Street-Ausblick
US-Börsen im Bann der Zahlen

Intel, JP Morgan, Goldman Sachs, IBM, General Electric – an der Wall Street dreht sich in der kommenden Woche alles um Quartalszahlen. Analysten rechnen damit, dass sich die Rally fortsetzen wird, nachdem der Aluminiumkonzern Alcoa mit einem positiven Ergebnis überraschte. Ein Auge dürften die Marktteilnemer aber auch auf die Dollar-Schwäche haben.
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HB NEW YORK. Am Freitag beendete der Dow Jones die Woche mit dem höchsten Schlussstand seit Jahresbeginn. Die Anleger hoffen bei den Unternehmen nach dem Ende der Rezession auf höhere Umsätze und dank Kosteneinsparungen auf bessere Gewinne. Sechs im Dow gelistete Konzerne und einige der größten Banken legen in der kommenden Woche ihre Quartalszahlen vor.

Am Dienstag eröffnen Intel und Johnson & Johnson den Reigen der Schwergewichte, der am Mittwoch von JP Morgan und am Donnerstag von Goldman Sachs und IBM fortgesetzt wird. Am Freitag legen die Bank of America und General Electric ihre Zahlen vor. Bei IBM, Intel und GE schauen Analysten vor allem darauf, inwieweit die Technologiekonzerne vom schwachen Dollar profitieren konnten.

Im Bankensektor waren ein Jahr nach dem Beginn der Finanzkrise infolge der Lehman-Pleite wieder satte Gewinne zu beobachten. Die Euphorie über das Comeback der Großbanken könnte dieses Mal allerdings verhaltener ausfallen. „Die Anleger achten vor allem auf Verluste im Kreditgeschäft und wie schnell diese ansteigen“, sagte Carmine Grigoli von Mizuho Securities USA. Die Frage sei, ob die Gewinne aus dem traditionellen Bankgeschäft solche Verluste ausgleichen könnten.

Neben den Quartalszahlen dürfte die Dollar-Schwäche das Marktgeschehen in der kommenden Woche mitbestimmen. Der Greenback ist gegenüber anderen Währungen auf dem tiefsten Stand seit 14 Monaten abgerutscht. Vor allem im S&P-Index notierte Unternehmen könnten beim Exportgeschäft von der Schwäche der heimischen Währung profitiert haben. Die US-Notenbank Fed deutete Ende der Woche allerdings an, dass wegen der Inflationsgefahr ihre Politik des billigen Geldes bald ein Ende finden könnte.

Auf Konjunkturseite stehen am Mittwoch die Umsatzzahlen des Einzelhandels und am Donnerstag der Verbraucherpreis-Index für September an. Bei den Einzelhändlern rechnen Analysten mit einem Minus von 2,1 Prozent und bei den Verbraucherpreisen mit einem Anstieg von 0,2 Prozent.

Am Freitag ging der Dow-Jones-Index der Standardwerte mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 9 864 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,6 Prozent auf 1 071 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 2 139 Punkte.

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