Wall-Street-Ausblick
US-Börsen zwischen Shopping und Schuldenkrise

In der neuen Woche dürften vor allem zwei Themen das Geschehen an der Wall Street bestimmen: Das Weihnachtsgeschäft der US-Einzelhändler und die europäische Schuldenkrise. Dabei könnten die Vorzeichen unterschiedlicher nicht sein.
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HB NEW YORK. Das Weihnachtsgeschäft der US-Einzelhändler und die europäische Schuldenkrise dürften in der neuen Woche das Geschehen an der Wall Street bestimmen. Ersten Signalen aus der Branche zufolge sind die US-Verbraucher wieder in Kauflaune und das traditionell mit dem Thanksgiving-Wochenende beginnende Feiertagsgeschäft lief gut an. Das könnte die Anleger risikofreudiger stimmen und ihre Konjunktursorgen dämpfen. Laut Analysten haben die Einzelhändler offenbar das richtige Preisniveau gefunden, um Kunden anzulocken und dennoch eine gute Marge zu erwirtschaften.

Positive Stimmung könnte der am Freitag erwartete Arbeitsmarktbericht für November verbreiten. Nach Einschätzung von Experten sind in der weltgrößten Volkswirtschaft diesen Monat im Schnitt etwa 140 000 Arbeitsplätze entstanden. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, wäre es ein weiteres Anzeichen für eine Erholung am Jobmarkt. Schon im Oktober war die Zahl der Neueinstellungen bei den Unternehmen so hoch wie seit April nicht mehr.

Als Haar in der Suppe könnten sich jedoch die Schuldenprobleme in Europa herausstellen. Investoren befürchten, dass nach Irland auch Portugal auf Dauer seine Finanzierungskosten nicht ohne EU-Hilfe in den Griff bekommt.

Verschärft wird die Situation durch die anhaltende Debatte über eine Ausweitung des Rettungsschirms. Die Regierung in Lissabon und die EU-Kommission dementierten am Freitag jedoch einen Zeitungsbericht, wonach andere Staaten auf einen Hilferuf dringen.

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  • Das Haar in der europäischen Suppe ist schlimm genug, in der Tat. Die ganze Haarperücke in der Suppe der US-Einzelhändler ist jedoch keineswegs besser: Der jährlich ausgerufene schwarze Freitag ist der, an dem sie die größten Rabatte offerieren und außerdem immer früher öffnen - just bereits zum Truthahnessen am Tag zuvor. Der Ansturm der sheep war dieses Mal noch größer, was bedeutet - wie in den Jahren davor zu beobachten -, daß die Leut` kommen, mitnehmen an Rabatten, was geht.... und nie wieder kommen. Je größer - so läßt sich folgern - der Ansturm, je geringer der folgende Umsatz, vom Gewinn ganz zu schweigen. So täuscht der erste Anschein häufig. in USA bemerkt man dies in angemessenem Abstand auch offiziell. in Deutschland geht der beschiß mit Zahlen unendlich weiter - dann kracht es aber ordentlich: So sind sie die Deutschen, jetzt und immer schon. Da helfen auch keine Pillen.

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