Wall Street
Dow Jones legt atemberaubendes Tempo vor

Nur sechs Monate nach seinem Sprung über die 12 000er Marke hat der Börsenindex Dow Jones Industrials den nächsten Meilenstein genommen. Der Index der 30 größten amerikanischen Industriewerte übersprang nur wenige Minuten nach Handelsbeginn in New York die Grenze von 13 000 Punkten. Die treibenden Kräfte für den Höhenflug an der US-Börse sind die guten Firmenergebnisse im ersten Quartal sowie das anhaltenden Übernahmefieber in der Private-Equity-Branche.

NEW YORK. Für den Sprung der Börse über die magische Hürde sorgten vor allem zwei Nachrichten: Der Aluminiumhersteller Alcoa kündigte an, sein Verpackungsgeschäfts zum Verkauf zu stellen. Der Kurs schoss darauf hin um mehr als sechs Prozent in die Höhe. Zum guten Börsenklima trugen aber auch die unerwartet hohen Auftragseingänge bei Investitionsgütern in den USA bei. Die bislang geringe Investitionsbereitschaft der US-Unternehmen gilt als eines der größten Konjunkturrisiken für die amerikanische Wirtschaft. Auch die anderen Börsenindices wurden mit nach oben gezogen. Der breit aufgestellte Index S&P 500 kletterte auf den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren.

Zwei Drittel der 500 größten US-Unternehmen haben mit ihren Quartalsgewinnen die Erwartungen der Analysten an der Wall Street übertroffen. Das hat bei den Händlern die Hoffnung geweckt, dass die Firmen die Wachstumsflaute in den USA besser überstehen als befürchtet. „Der Dow Jones Index ist ein Barometer der Stärke für die Firmengewinne in den USA und bis zu einem gewissen Maß auch für die amerikanischen Wirtschaft“, sagte Theodore Weisberg, Präsident der Investmentgesellschaft Seaport Securities, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der Dow übersprang am 18. Oktober 2006 erstmals die Marke von 12 000 Punkten. Nach nur 128 Handelstagen nimmt der Index jetzt die nächste 1 000er Hürde. Das ist 15 Mal schneller als in der Vergangenheit. Analysten betrachten die US-Aktien immer noch als relativ günstig. So ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis für die Dow-Mitglieder seit dem letzten Oktober sogar noch von 22,5 auf jetzt 17,6 gefallen. Der Grund sind die sprudelnden Gewinne. US-Konzerne mit einem starken Auslandsgeschäft profitieren von der aktuellen Dollar-Schwäche. Ihre Waren werden auf den Weltmärkten nicht nur billiger, sondern der Dollarwert ihrer im Ausland erzielten Gewinne steigt zugleich.

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