Wall Street
US-Börsen hoffen auf Weihnachtsgeschäft

Thanksgiving feiert man in den USA kommende Woche. Auf Erntedank hoffen auch die Börsianer - etwas später allerdings, wenn das Weihnachtsgeschäft gut gelaufen ist. Die amerikanischen Konsumenten stehen daher in der neuen Woche im Blick der Wall Street. Die Börsianer schauen aber ebenso interessiert gen Osten. Auch die US-Aktienmärkte werden auf Nachrichten aus Irland und der Eurozone reagieren.
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HB NEW YORK. Traditionell beginnt mit dem Thanksgiving-Wochenende das Weihnachtsgeschäft in den USA. Anleger erhoffen sich davon Impulse für die schwächelnde Konjunktur. Die Schuldenkrise in Irland beschäftigt die Märkte weiter. Zwar wird damit gerechnet, dass in der Woche das Hilfspaket der Europäischen Union geschnürt wird, jedoch sind die Sorgen groß, dass andere Eurozonen-Staaten mit neuen Schuldenproblemen aufwarten. Weitere Impulse werden von der Konjunkturdaten erwartet.

Ob die drei führenden US-Aktienindizes in der kommenden Woche Aufschläge verzeichnen, hängt vor allem von den Verbrauchern ab. Stürmen sie am Freitag und am Wochenende nach dem Thanksgiving-Feiertag die Läden und bescheren den Einzelhändlern die erwarteten Umsätze, stehen die Zeichen auf Gewinne.

Sand ins Getriebe könnte jedoch von der hohen US-Arbeitslosenquote von mehr als neun Prozent kommen. "Die Konkurrenz im Einzelhandel ist sehr groß", sagt Analyst Sasha Kostadinov von Shaker Investments. Die Konsumenten reizten die Chancen auf Schnäppchen bis zum letzten aus.

In der vergangenen Woche hielten sich die drei wichtigsten US-Börsen auf Wochensicht fast unverändert. Während beim S&P und Nasdaq wenig geschah, verzeichnete der Dow für die Gesamtwoche ein Plus von 0,1 Prozent.

In den USA stehen am Mittwoch Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter für den Monat Oktober auf dem Terminplan. Nach Einschätzung der Commerzbank zeigten Firmendaten zur Bestellung von Zivilflugzeugen einen deutlichen Rückgang. Damit würden die Gesamtaufträge im Vergleich zum September wohl 0,5 Prozent fallen, schätzen die Experten. "Ohne Transportmittel ist allerdings ein Anstieg zu erwarten."

Ebenfalls am Mittwoch werden neue Daten zum US-Immobilienmarkt erwartet. Experten werden vor allem danach Ausschau halten, ob die Fakten die weitere Lockerung der US-Geldpolitik stützen. Am Donnerstag ist in den USA wegen des Erntedankfestes (Thanksgiving) ein Feiertag. Deswegen wird das Handelsvolumen in der Woche geringer ausfallen.

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  • Die USA sind pleite. bereits heute sind 42 Millionen Menschen, und damit etwa jeder sechste US-Haushalt, auf Essensmarken angewiesen.
    Die effektive Arbeitslosigkeit, die offiziell erfasst wird, liegt bei 17 Prozent! Darin sind die entmutigten Arbeitsplatzsucher, diejenigen, die die Suche aufgegeben haben, nicht einbezogen.

  • Da hilft auch Sta. Claus nicht viel. Der Konsum in USA ist nur noch durch Sonderereignisse gelegentlich positiv darstellbar. Wie etwa soeben vermittels der jeden November im Jahresturnus zweiten erforderlichen Fahrzeugwechsel bei den großen Autovermietern. Diese außerordentliche Verkäufe und die Nachkäufe pushen die Konsum-Zahlen ordentlich nach oben - ohne sie lägen sie bei 0,1%, wie im Vormonat. So ähnlich wird das Weihnachtsgeschäft dazu dienen, den Leuten Sand in die Augen zu streuen. betrachtet man die bereinigten und geglätteten Zahlen für die letzten Monate, wird einem völlig zu Recht Angst und bange: es geht nur bergab - mit Ausnahme der Arbeitslosenzahlen, welche immer noch ordentlich steigen. Da soll was heißen, nicht aber, daß die börsen steigen könnten. Da tun sie nur - auch gegenwärtig -, im Rahmen des gemeinsamen Reinflationsprogramms von Nr. 44, Treasury und bernanke, mit welchem den Leuten Wohlstand vorgegaukelt werden soll und sie dann konsumieren sollen. bleibt die Frage: wovon? Da wird ganz gehörig Ursache und Wirkung verwechselt und die Gesetze der Logik ausgehebelt. Wie lang soll das wohl gut gehen?

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