Warten auf Unternehmensnachrichten
Dax-Ausblick: Märkte suchen Orientierung

Zwischen Zinsängsten und Unternehmensnachrichten sehen Beobachter derzeit die Börsen stehen. Die Experten wagen daher nur vorsichtige Prognosen.

HB FRANKFURT. „Die nächste Woche wird wohl ruhig, der Markt ist nach wie vor in einer Orientierungsphase“, sagt zum Beispiel Aktienstratege Kai Franke von der BHF Bank. „Die Zinsthematik bleibt auf der Agenda, aber in Amerika geht es ja mit den Quartalsberichten los, und so könnte der Markt seinen Fokus allmählich auf die gute Ertragssituation der Unternehmen verlagern.“ Risikofaktoren bleiben LRP-Aktienstratege Steffen Neumann zufolge der Atomstreit mit dem Iran und die Unsicherheiten in Folge der nordkoreanischen Raketentests.

„Ich kann mir vorstellen, dass uns angesichts fehlender Impulse die recht hohe Volatilität in der kommenden Woche erhalten bleibt“, schätzt Aktienstratege Kai Stefani von der Fondsgesellschaft Dit. „Der Dax wird sich wohl zwischen 5 700 und 5 800 Punkten einpendeln.“ Andere, technisch orientierte Analysten sehen den Dax in einer ausgedehnten Seitwärtsbewegung zwischen 5 200 und 5 700 Punkten. In der zu Ende gehenden umsatzarmen Woche hat sich der Leitindex Dax in etwa auf dem Niveau vom Vorwochenschluss gehalten und notierte am Freitag Mittag um die 5 660 Punkte.

„Die Aktienmärkte scheinen noch in der Konsolidierung zu sein“, meinen die Experten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger, „mit größeren Kursrückgängen ist aber wohl nicht mehr zu rechnen“. Dies zeige auch der Dax, der seine Unterstützungslinie mit 5 350 Punkten unverändert halten könne und zur Zeit auch noch oberhalb seiner zweiten Unterstützungslinie von 5 580 Punkten liege. Als Belastungsfaktoren sehen auch die Ellwanger & Geiger-Beobachter die Zinssorgen und die von Nordkorea ausgehenden Spannungen. „Trotz dieser Faktoren gehen wir davon aus, dass die Korrektur nach dem Einbruch der Kurse im Mai beendet ist“, schreiben die Experten in ihrer „Marktmeinung aus Stuttgart“.

Der Analyst Michael Köhler geht im Wochenausblick der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) davon aus, dass „grundsätzliche Trend dürfte vielmehr weiterhin von der Einschätzung der US-Leitzinsperspektive dominiert werden“ dürfte. Signalcharakter behielten Daten, die Aussagen zur Konjunktur und zur Preisentwicklung in den USA zuließen – wiederum wegen ihrer Auswirkung auf die Zinsentwicklung. „Die von uns mehrheitlich gut erwarteten Unternehmensergebnisse stellen zwar eine notwendige Bedingung für weitere Kursgewinne in den kommenden Wochen dar, allerdings keine hinreichende“, so das Fazit des Experten.

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