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Dax-Ausblick: Märkte im Zinsschatten

Die kommende Börsenwoche steht wieder einmal unter dem Schatten einer Zinsentscheidung der US-Notenbank. Daneben werden zahlreiche Unternehmen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen.

HB FRANKFURT. Wenige Tage vor dem Ende der Berichtssaison zum zweiten Quartal dürften die meisten Anleger innehalten: Mitten in der schier nicht enden wollenden Flut der Zwischenberichte der Unternehmen wird die Fed alle Blicke auf sich ziehen. Am Dienstag entscheidet die wichtigste Notenbank der Welt über die zukünftige Geldpolitik in den USA und damit über den Trend an den globalen Finanzmärkten - auch den hierzulande. „Die Frage aller Fragen auf dem Parkett wird sein, ob die Zinsen in den USA weiter steigen oder ob wir nach 17 Stufen auf der Zinstreppe nach oben nun endlich auf dem Dach angekommen sind“, sagt ein Frankfurter Händler.

Genau in dieser Situation setzte der US-Arbeitsmarktbericht Akzente. Da nur 113 000 neue Stellen im Juli in den USA geschaffen worden waren, sehe man der Sitzung der US- Notenbank am kommenden Dienstag gelassen entgegen, sagen Börsenbeobachter. Denn erwartet wurden 150 000 Stellen. Wegen der enttäuschenden Arbeitsmarktentwicklung rechnen einige Analysten daher nicht mit einer Zinserhöhung. Dem Aktienmarkt sei damit ein schwerwiegender Belastungsfaktor genommen worden, hoffen sie.

Für die meisten Aktienstrategen teilt sich die kommende Woche in zwei Abschnitte auf. Bis Dienstagabend dominiert der Blick auf die Konjunktur, ab Mittwoch dann stehen wieder die Unternehmen und ihre Bilanzen im Mittelpunkt des Interesses.

Noch einmal lassen sich sieben Konzerne aus dem Dax in die Bücher schauen: Im Terminkalender stehen dicht gedrängt am Mittwoch und Donnerstag die Commerzbank, Adidas, HypoRealEstate, RWE, die Deutsche Telekom und Tui. Einen detaillierten Blick auf das Zahlenwerk gewährt am Freitag noch Thyssen-Krupp - Eckpunkte der Bilanz des Essener Konzerns sind den Investoren allerdings bereits bekannt. Zahlreiche Bilanzen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe kommen im Laufe der Woche dazu.

Besonderes Augenmerk verdient nach Ansicht der Analysten das Zahlenwerk der Deutschen Telekom. Europas mit Abstand größter Telekommunikationskonzern hat viele Probleme. Festnetz- wie Mobilfunkgeschäft laufen nicht rund, der frühere Monopolist verliert immer mehr Kunden. Die ehemalige Volksaktie hat sich binnen sechs Jahren auf etwa ein Zehntel ihres Wertes verbilligt. Zu allem Überfluss schließen viele Experten eine Gewinnwarnung nicht aus.

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