Welthandel
Anlegern machen sich keine Sorgen

Der Welthandelsindex fällt im Juli leicht, doch das trübt den Optimismus der Börsianer nicht. Auch in den kommenden Monaten ist keine Verschlechterung zu erwarten. Aktien mit einem Standbein in Fernost bleiben gefragt.
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FrankfurtEs ist auf den ersten Blick ein großer Widerspruch: Einerseits setzt sich die Unsicherheit über den Ausgang von Euro- und Finanzkrise in den Köpfen der Unternehmenslenker und besonders bei den Einkäufern der großen Konzerne immer mehr fest. Andererseits ist an den Börsen weltweit kaum etwas davon zu spüren. Erst gestern näherte sich der Dax wieder der Marke von 7 000 Punkten an.

Den verhaltenen Optimismus der Börsianer stärkt zumindest in Teilen der Welthandelsindex, den die Kölner V.M.Z Vermögensverwaltungsgesellschaft jeden Monat exklusiv für das Handelsblatt berechnet. Der ist im Juli zwar auf knapp über 58 Punkte gefallen, während er einen Monat vorher noch bei über 61 Punkten lag. Weil aber alle Barometerstände jenseits der 50 auf einen weiter wachsenden Welthandel hindeuten, sind die Aussichten für Anleger nicht besorgniserregend. Erst ein Indexstand unter 50 Punkten hieße, dass der Welthandel schrumpft. Unter 45 Punkten würde er sich gar deutlich abkühlen.

"Der Welthandel stagniert zwar, wir haben aber profitable Unternehmen in Deutschland, deren Wettbewerbsfähigkeit auch durch einen schwächeren Euro weiter steigt", sagt Markus Zschaber, der Gründer und Chef der V.M.Z. Vermögensverwaltung.

In den vergangenen vier Wochen seit der vorherigen Erhebung hat sich vor allem die Schifffahrt als wichtigster Indikator für den Welthandel abgekühlt. Geringere Umschlaggeschwindigkeiten von Containern und ein hoher Bestand an Leercontainern verdeutlichen das. Auf den anderen Transportwegen wie auf der Straße, der Schiene und in der Luft ist hingegen die Auslastung nur leicht betroffen.

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Die wichtigsten Märkte weltweit zeigen sich stabil

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  • "...
    In den vergangenen vier Wochen seit der vorherigen Erhebung hat sich vor allem die Schifffahrt als wichtigster Indikator für den Welthandel abgekühlt. Geringere Umschlaggeschwindigkeiten von Containern und ein hoher Bestand an Leercontainern verdeutlichen das.
    ..."


    Ja ja, der Herr Zschaber mal wieder. Wenn sich die Container-Schiffahrt nur in den letzten 4 Wochen abgekühlt hat, dann habe ich wohl etwas nicht richtig mitbekommen. Schon richtig, die letzten Wochen ging es wieder runter, der Crash der Frachtraten fand aber vorher statt.

    Die gesamte Schiffahrt hat seit Ende 2008 einen regelrechten Crash hinter sich, was sowohl steigenden Kapazitäten UND einem massiven Crash der der Realindustrie geschuldet ist.
    Bekommt Her Zschaber überhaupt irgendetwas mit? Wahrscheinlich nur das, was er sehen möchte.

    Die Schiffahrt steht vor der Komplett-Insolvenz, wenn die Raten weiterhin am Boden bleiben. Dann gilt auch für die Weltwirtschaft (und für die Anlagen von Herrn Zschaber): Ende, Ausa, Mickey Mouse ...

    Siehe hier:
    http://www.querschuesse.de/baltic-dry-index-sinkt-auf-750-indexpunkte/

  • Was versteht der Autor unter dem Begriff "Anleger" ?
    Wenn ich mit dem Geld anderer Leute ins Risiko gehe,
    würde ich mir auch keine Sorgen machen.
    Wie ist wohl das Privatvermögen der Vermögensverwalter
    angelegt ?

  • Zitat: "Vor allem hofft er (Zschaber), dass sich die Märkte mittelfristig vom Einfluss der Politik lösen können und wieder ein Eigenleben führen werden." Ohh, dass klingt wie ein Wiederspruch, da die Börsen trotz schlechter Makrodaten und Unternehmensaussichten weltweit durch die Politik und Zentralbanken auf luftigen Höhen gehalten werden. Sollte dieser Faktor Gelddrucken/ Manipulieren wegfallen, werden die Kurse fallen.

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