Welthandelsindex
„Aktien bleiben das Thema Nr.1“

Die geopolitischen Krisen haben auf den Aktienmarkt kaum Einfluss, sagt der Vermögensverwalter Markus Zschaber. Er sieht die weltweite Wirtschaft noch in Takt und verrät in der aktuellen Studie seine Aktien-Favoriten.
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FrankfurtManchmal lässt sich Verunsicherung in Zahlen ausdrücken: 6,8 Prozent gab der Dax im vergangenen Monat nach. Börsianer machen vor allem die geopolitischen Krisen dafür verantwortlich. Dass es zu einem langfristigen Abwärtstrend an den Aktienmärkten kommen könnte, erwartet der Kölner Vermögensverwalter Markus C. Zschaber aber nicht: „Die Konflikte in der Ukraine, im Gazastreifen sowie im Irak haben nur einen geringen Einfluss auf den internationalen Welthandel.“

Dennoch ging der Welthandelsindex (www.welthandelsindex.de), den Zschaber regelmäßig exklusiv für das Handelsblatt berechnet, im Juli leicht auf 71,1 Punkte zurück. Der Index fasst alle relevanten Daten aus den vier Transport- und Handelswegen - Schifffahrt, Schiene, Straße und Lufttransport - zusammen.

Zschaber erklärt das vor allem mit einer „Angebotsschwäche“. So hätten die Unternehmen im ersten Halbjahr im überproportionalen Maße investiert. „Die Produktionskapazitäten hatten sich in den letzten Monaten erhöht und für organisches Wachstum gesorgt.“ Viele Firmen wollen nun offenbar erst erkennen, dass die Nachfrage anzieht, bevor sie weiter investieren.

Dennoch schreibt die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht, dass auch „die verschärfte Sanktionspolitik gegenüber Russland und die Gegenmaßnahmen der dortigen Regierung nicht ohne Wirkung auf den Außenhandel bleiben dürften“. Auch Zschaber räumt ein, dass die Krise viele europäische Unternehmen trifft. Gleichwohl erwartet er nur „eine kurzfristigen Belastung für das Investitionsklima“. Mit einem Stand von mehr als 50 Punkten deute der Welthandelsindex weiter auf einen wachsenden globalen Handel hin.

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