Welthandelsindex
Die Aussichten hellen sich auf

Der Welthandelsindex steigt auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Nachdem die Euro-Zone ihre Rezession hinter sich gelassen hat, rechnen Experten mit einer Fortsetzung der robusten wirtschaftlichen Entwicklung.
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FrankfurtEs war die leichte Skepsis, die unterschwellig bei vielen Experten in den vergangenen Monaten immer wieder herauszuhören war. Die Eurokrise könne zurückkehren, Chinas Wachstumsstärke der Vergangenheit zu Ende gehen und Japan unter seinen horrenden Schulden leiden.

Vieles davon erweist sich in diesen Tagen als weit weniger dramatisch als befürchtet. Die Eurozone hat ihre anderthalbjährige Rezession hinter sich gelassen. Und die zur Wochenmitte präsentierten deutschen Wirtschaftsdaten für das zweite Halbjahr präsentierten sich ebenfalls so, dass die Experten mit einer Fortsetzung der robusten wirtschaftlichen Entwicklung rechnen.

Der Welthandelsindex, den die Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber jeden Monat exklusiv für das Handelsblatt berechnet, zeigt schon seit längerem den Trend nach oben. Mit 68,2 Punkten hat er im Juli nun ein erneutes Allzeithoch erzielt.

Zur Erklärung: Der Index fasst die vier wichtigsten Transportwege per Schiff und Schiene, auf der Straße und in der Luft zusammen und ist mit ein Novum im Vergleich zu bisher bekannten Auswertungen. Bereits bei Werten jenseits der 50 Punkte signalisiert der Index einen wachsenden Welthandel. Darunter schrumpft dieser, unter 45 Punkten sogar deutlich.

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Die Aussichten hellen sich auf

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Der Investitionsstau löst sich allmählich auf

Kommentare zu " Welthandelsindex: Die Aussichten hellen sich auf"

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  • 'Frox' sagt
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    deutsche Lohnsklaven dürfen als Leiharbeiter, als Teilzeitbeschäftigte und als Hartz IV Zwangsarbeiter am deutschen Exportwunder teilnehmen, das Südländern deutsche Qualität zu billigen Preisen beschert.
    ---------------

    Ohne die Teilzeitbeschäftigten, Leiharbeiter und "Hartz IV Zwangsarbeiter", womit Sie wohl Aufstocker meinen, wären die genannten arbeitslos und der Rest der Abeitnehmerschaft dürfte ihre Arbeitslosenunterstützung mit höheren Steuern und Beiträgen finanzieren.

    Während die Konkurrenz den Südländern und anderen Kunden nur zu gerne japanische, koreanische oder taiwanesische Qualität zu ebenso billigen Preisen bescheren würde.

    +++

    'Frox' sagt
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    Deshalb liegt der Lebensstandard und das Privatvermögen in den Krisenländern um vieles höher als bei uns:
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    Nur in ihrer Phantasie:

    Einkommen aus Löhnen, Gehältern und Sozialleistungen € pro Kopf (2012)
    ===================================================

    Deutschland: 24.942

    Italien: 16.913

    Spanien: 14.782

    Zypern: 12.890

    Portugal: 11.000

    Griechenland: 9.993

    (Quelle: eurostat und eigene Berechnungen basierend auf Zahlen von eurostat)

    Der höhere Anteil an Wohneigentumsbesitz, der sich in Ihren Vermögensstatistiken ausdrückt, kann das allenfalls teilweise ausgleichen.

    ...

    Wie sind bei Ihnen eigentlich Österreich und Frankreich zu "Krisenländern" geworden?

  • @ FROX: Sie haben völlig recht!!!

    Alles nur "Hofberichterstattung" vor der Wahl. Nichts hellt sich auf, alles verdunkelt sich. Neben Ihren aufgelisteten und eher erschreckenden Fakten leisten wir uns eine völlig aus dem Ruder laufende "Energiewende" und eine immer mehr und mehr zerfallende Infrastruktur (Straßen, Brücken, Deutsche Bahn u.v.a.m.). Wie soll D als Industriestandort da noch attraktiv bleiben?
    Die Quittung kommt bald, aber dann sind - wie immer - andere schuld!

  • 'Gast44' sagt
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    Wenn sich der Welthandel verbessert dann müsste auch der Baltic Dry Index ansteigen.
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    Nö - das muß er nicht.

    Denn solange es Überkapazitäten bei der Tonnage im Container- und Bulkbereich gibt, fahren die Schiffe solange sie wenigstens die Betriebskosten wieder 'reinholen.

    Eine Reduktion der Überkapazitäten von z.B. 40% auf 20% wirkt sich auf die Frachtraten nicht nennswert aus.

    Erst eine Reduktion der Überkapazitäten in die Nähe von Null oder ein Umschlagen in einen Mangel an Frachtkapazität würde zu einem nennswerten Anstieg der Frachtraten führen.

    Solange das nicht passiert, spiegelt der Baltic-Dry-Index essentiell den Ölpreis wieder.

    Und aufgrund der hohen Stapelläufe in den nächsten Jahren von im Bau befindlichen Schiffen wird sich an der Übersättigung des Marktes mit Frachtkapazität nichts ändern.

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