Weltweiter Finanzplatz
Britischer Staat stützt die City

Die britische Regierung fürchtet um die führende Rolle der City of London als weltweiter Finanzplatz. Deshalb soll der Standort nun mit einem breit angelegten Programm unterstützt werden.

mm LONDON. UK Trade & Investment, die staatliche Fördergesellschaft für die britische Industrie, will im kommenden Budget die Gelder für die City von 250 000 Pfund im Jahr auf 500  000 Pfund verdoppeln. Damit soll die führende Rolle der City of London als weltweiter Finanzplatz gesichert werden.

Darüber hinaus soll ein hochrangiges Komitee aus Finanzmanagern und Regierungsexperten unter der Führung von Finanzminister Gordon Brown Stärken und Schwächen des Finanzplatzes analysieren und vor allem in den Emerging Markets eine Werbekampagne starten. Die Gelder für diese Kampagne sollen zum großen Teil aus der Finanzwirtschaft selbst kommen.

London fürchtet nicht nur die Konkurrenz des Erzrivalen New York und der Wettbewerber an den europäischen Bankenplätzen Frankfurt, Paris und Zürich. Zusehends bekommt die City auch Konkurrenz aus aufstrebenden Finanzzentren wie Schanghai, dem indischen Mumbai oder Dubai, die mit niedrigeren Kosten werben.

Derzeit tragen Finanzdienstleistungen etwa neun Prozent zur gesamten wirtschaftlichen Leistung Großbritanniens bei. Die Produktivität des Sektors stieg mehr als dreimal so schnell wie die der Gesamtwirtschaft.

Im Rahmen der neuen von Finanzminister Brown geleiteten Förderinitiative will die City eigene Niederlassungen in Indien und China aufbauen. Aber auch Russland und Brasilien gelten als interessante Exportmärkte für Finanzdienstleistungen aus dem Londoner Finanzzentrum.

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