Weltwirtschaftskrise beendete erste Globalisierungswelle
Börsencrash feiert 75. Geburtstag

Vor 75 Jahren leitete der New Yorker Börsencrash den folgenschwersten wirtschaftlichen Einbruch des vergangen Jahrhunderts ein. Während die amerikanische Wirtschaft sich durch den "New Deal" erholte, nahm das Verhängnis in Europa seinen Lauf.

HB WASHINGTON. Die Globalisierung ist seit den 90er Jahren in aller Munde und wird je nach Standpunkt für die Entfesselung unglaublicher Marktkräfte oder die Verdrängung der Schwächsten vom Welt- und Arbeitsmarkt gelobt oder gegeißelt. Neu ist das Phänomen allerdings nicht. Die erste Globalisierungswelle endete vor 75 Jahren mit der Weltwirtschaftskrise. Das Welthandelsvolumen fiel von 1929 bis 1932 um 25 Prozent. Es war der folgenschwerste wirtschaftliche Einbruch des vergangenen Jahrhunderts.

Die USA und Südamerika hatten die Agrarproduktion nach dem 1. Weltkrieg massiv angekurbelt. Die US-Wirtschaft blühte, die Aktienmärkte explodierten. Viele Privatleute kauften Anteile auf Pump, um an der Bonanza teilzuhaben. Als die europäische Produktion nach dem Krieg aber wieder anzog, war das Angebot plötzlich größer als die Nachfrage. Die Agrar- und Rohstoffpreise verfielen. Die Stimmung kippte. Der Börsencrash in New York folgte.

Die internationalen Kapitalströme überwiegend aus den USA Richtung Europa versiegten, die Industrieländer schotteten ihre Märkte radikal ab. Der neu gewonnen Lebenslust der „Goldenen Zwanziger“ Jahre folgte der jähe Absturz: Unternehmenszusammenbrüche, Massenarbeitslosigkeit und ein täglicher Überlebenskampf für Millionen Menschen in aller Welt.

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