Wenig Impulse für Auftrieb
Dax-Ausblick: Kampf um die 7 000

Die Anleger bleiben verunsichert. Daran dürften auch die für die kommende Woche erwarteten positiven Ergebnisse vieler Unternehmen für 2007 nicht viel ändern. Die Börse bleibt im Banne der Finanzkrise. Hier warten Banken mit neuen Daten auf, auch Konjunkturzahlen dürften wieder auf die Börse durchschlagen.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat in den kommenden Tagen eine gute Chance auf eine Bodenbildung. Davon gehen jedenfalls einige Börsenbeobachter aus. Der ausgedünnte Terminkalender könne den Bären nicht die notwendige Unterstützung liefern, neue Attacken in Richtung Jahrestief zu reiten. Aber auch die Optimisten dürften es schwer haben, in dem momentanen Umfeld Argumente zu finden, um den Index aus seiner Stabilisierungszone im Bereich von 6 400 bis 7 050 Punkten nach oben ausbrechen zu lassen.

Einige technische Analysten verschieben diese Zone leicht nach oben, gehen aber auch davon aus, dass sich die Kurse konsolidieren: "Der Dax hat die Widerstandslinie bei 6 682 Punkten überschritten", meint Mathieu Driol, der als unabhängiger Analyst für den Daytradebroker Clickoptions tätig ist. "Wir erwarten eine leichte Hausse mit einem Ziel bei 7 275 Punkten". "Es wird wohl ein Kampf um die 7 000er-Marke werden", meint hingegen Kapitalmarktanalyst Dennis Nacken von Allianz Global Investors.

Ob 7 000 oder 7 200 Punkte - kaum ein Aktienstratege traut dem Dax große Sprünge zu. Die Berichtssaison in Deutschland steuert auf ihren Höhepunkt zu - als wichtige Belastungsfaktoren erweisen sich aber weiterhin die Schwierigkeiten im Finanzsektor. Da dürften auch die erwarteten soliden Bilanzen von Konzernen wie BASF oder Continental nicht viel entgegenwirken. "Die Unsicherheiten im Finanzsektor überlagern den rund laufenden Motor in der Industrie. Und Unsicherheit ist einfach der Feind der Kapitalmärkte", meint Nacken.

Auch Dax-Investoren zeigen sich nach wie vor verunsichert. Prinzipiell trauen die Anleger dem deutschen Leitindex momentan sowohl einen Höhen- wie auch einen Sinkflug zu. Dies zeigt die aktuelle Sentimentanalyse von Clickoptions. 31,5 Prozent der Dax-Anleger bei dem Daytradebroker entschieden sich auch in dieser Woche für Tunnel-Optionen. Bei diesem Typ digitaler Optionen erhält der Anleger den Höchstbetrag, wenn der Schlusskurs des Dax während der Laufzeit einen bestimmten Kurskorridor nicht verlässt.

Dieser Korridor lässt in dieser Woche dem Leitindex wieder einen großen Spielraum: Die meistgehandelte Tunnel-Option umfasst den Bereich zwischen 6 400 und 7 400 Punkten. 28,5 Prozent der Anleger sind demnach davon überzeugt, dass der Dax steigen wird, aber in den kommenden Wochen unter 7 400 Punkte bleibt. "Der breite Korridor bei den Tunnel-Optionen zeigt, dass der Investor vor allem von der Vorsicht getrieben ist", sagt Clickoptions-Sprecher Richard Ohl.

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