Woche der Wahrheit
Wall Street hofft auf gute Quartalsergebnisse

Den US-Aktienmärkten steht eine aufregende Woche mit zahlreichen Unternehmensergebnissen bevor. Die Zahlen unter anderem von JP Morgan Chase, Merrill Lynch und Citigroup könnten Hinweise darauf geben, ob ein Ende der Finanzkrise in Sicht ist.

NEW YORK. Der Wall Street steht eine aufregende Woche bevor: Zahlreiche Unternehmensergebnisse von Banken und Finanzunternehmen dürften Investoren in den kommenden Tagen in Atem halten.

Sie erhoffen sich Hinweise darauf, ob die Verluste im Zuge der Kreditkrise im ersten Quartal geringer als befürchtet ausfallen und ein Ende der Krise in Sicht kommt. Außerdem stehen zahlreiche Konjunkturdaten ins Haus, von denen sich Investoren weiteren Aufschluss über die Lage der US-Wirtschaft erwarten.

JP Morgan Chase wird am Mittwoch Quartalszahlen vorlegen, am Donnerstag folgt Merrill Lynch und am Freitag die Citigroup. Wegen der Kreditkrise belasten Abschreibungen in Milliardenhöhe die Finanzinstitute weltweit. Die Märkte würden nun genau darauf achten, ob die Verluste zurückgingen, sagte John Praveen von Prudential International Investments Advisers LLC.

Keith Wirtz von Fifth Third Asset Management fügte hinzu: „Wenn sie schlechter ausfallen als die Stimmung oder die Erwartungen sind, dann werden die Finanztitel vermutlich weitere Schläge hinnehmen müssen.“ Neben den Banken werden auch andere wichtige Unternehmensergebnisse erwartet. So legen unter anderem Intel, IBM und Internetkonzerne wie Google und eBay ihre Quartalszahlen vor.

Analysten gehen mittlerweile von einem Rückgang des Gewinnanstiegs für die S&P-500-Unternehmen von 11,8 Prozent aus. Noch vor einer Woche rechneten sie nur mit einem Rückgang von 8,1 Prozent. Ein Großteil dessen soll im Finanzsektor anfallen.

Am Freitag hatten überraschend schlechte Quartalszahlen und eine Gewinnwarnung des Mischkonzerns General Electric die US-Börsen zum Wochenausklang tief ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,04 Prozent tiefer bei 12.325 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank ebenfalls 2,04 Prozent auf 1332 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab 2,61 Prozent auf 2290 Stellen nach. Im Wochenverlauf verlor der Dow 2,3 Prozent, der S&P-500 sank 2,7 Prozent und der Nasdaq 3,4 Prozent gab nach.

Wegen Inflationssorgen dürften mehrere Konjunkturdaten in der kommenden Woche von besonderem Interesse sein. So werden am Dienstag die Entwicklung der Erzeugerpreise im März veröffentlicht, am Tag darauf der Verbraucherpreis-Index für den gleichen Zeitraum. Am Mittwoch gibt die US-Notenbank Fed zudem ihren monatlichen Konjunkturbericht „Beige Book“ heraus.

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