Wochenausblick
Dax hat neues Jahreshoch im Visier

Zum Auftakt der US-Berichtssaison wird der Dax nach Einschätzung von Börsianern zum Sprung über sein Jahreshoch von 6 162 Punkten ansetzen.

HB FRANKFURT. „Wir werden diese Marke kommende Woche sicher antesten“, sagt Aktienstratege Steffen Neumann von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). „Sie im ersten Anlauf gleich zu knacken, wird aber schwierig.“

Auch Ulrich Reitz, Leiter des Investment-Research der BHF Bank, rechnet mit weiteren Kursgewinnen. „Die Stimmung am Markt ist derzeit nur verhalten positiv. Dies spricht dafür, dass viele Anleger noch nicht voll investiert sind.“ In der abgelaufenen Woche hat der Dax unter dem Strich gut ein Prozent zugelegt und liegt damit in Reichweite des bisherigen Jahreshochs.

Auch über die kommende Woche hinaus blickten Börsianer optimistisch in die Zukunft. Positive Impulse für den Aktienmarkt erwarten sie vor allem von der nahenden Bilanzsaison. „In Einzelfällen sind dabei durchaus böse Überraschungen möglich“, warnt LBBW-Aktienstratege Frank Schallenberger. „Da die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber nach wie vor als günstig zu bezeichnen sind und mittlerweile auch die Konjunktur im Inland in Schwung gekommen ist, dürfte das Beispiel Daimler-Chrysler nicht Schule machen.“ Der Autobauer hatte die Finanzmärkte vor zwei Wochen mit einer Senkung seiner Gewinnziele geschockt.

LRP-Experte Neumann weist noch auf einen anderen Aspekt hin. „Bei der vergangenen Bilanzsaison waren die Erwartungen des Marktes sehr hoch. Daher hatte sich das Gewinnwachstum kaum auf die Kurse ausgewirkt.“ In der Zwischenzeit sei diese Euphorie aber abgeklungen.

Ein weiterer Punkt spricht für weiter steigende Aktien: Auf dem virtuellen und dem tatsächlichen Parkett ist ein wahrer Übernahmerausch ausgebrochen. Continental steigen mit wirklichem oder angeblichen Private-Equity-Interesse und Thyssen-Krupp, weil der Stahl als Branche generell im Rampenlicht steht. Porsche kauft sich eine Sperrminorität an VW zusammen und VW eine solche an einem neuen MAN-geführten LKW-Konzern. Lanxess sucht Übernahmeziele im Chemiebereich, die Commerzbank ist laut Händlern permanentes potenzielles Opfer von Expansionsplänen ausländischer Banken. Und im Pharmabereich gilt Stada als nächstes Ziel, und selbst Namen wie RWE fallen trotz der komplizierten Eigentümerstruktur, wenn es um potenzielle Übernahmeobjekte geht.

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