Wochenvorschau
Wall-Street-Ausblick: Auf und Nieder

Auch wenn das die Anleger nur ungerne hören: Das Geschehen an der Wall Street wird in der Kommenden Woche unberechenbar. Da ist nicht nur die Nahost-Krise. Auch dutzende Quartalszahlen lassen eine eindeutige Tendenz schwerlich ausmachen.

HB NEW YORK. Bisher lagen die meisten der vorgelegten Quartalszahlen knapp über den Erwartungen. Enttäuscht hatten hauptsächlich Ausreißer aus dem Technologiesektor, sagten Analysten. Sollte der Trend starker Ergebnisse anhalten, könne das die Investoren wieder an die Aktienmärkte zurücklocken. Bestimmender Unsicherheitsfaktor blieben jedoch die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.

Neben dem in der vergangenen Woche bei über 74 Dollar pro Barrel notierten Ölpreis werden die Anleger auch sehr genau auf eine Reihe von Konjunkturdaten achten. Zu den wichtigsten, die in der kommenden Woche vorgelegt werden, gehören das US-Verbrauchervertrauen, die Auftragseingänge für langlebige Güter, Eigenheimverkäufe sowie die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts.

Bisher hätten mehr Firmen ihre Prognosen angehoben, als Analysten erwarteten, sagte Marktstratege Fred Dickson von D.A. Davidson & Co. "Das bringt einige positive Energie in den Markt." Am Freitag hatten die Kurse allerdings unter der Warnung vor einem Gewinneinbruch bei PC-Hersteller Dell gelitten. Die Dell-Aktien gaben um knapp 10 Prozent nach und zogen den Technologie-Index Nasdaq auf den tiefsten Stand seit 14 Monaten. Er verlor 0,9 Prozent und verließ den Handel mit 2020 Punkten.

Sprunghafte Woche

Insgesamt hatte sich bereits die vergangene Woche an den Börsen äußerst sprunghaft präsentiert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag 0,55 Prozent tiefer bei 10 868 Punkten. Für den gesamten Wochenverlauf verzeichnete er jedoch ein Plus von 1,2 Prozent. Der breiter gefasste S&P verzeichnete am Freitag ein Minus von 0,7 Prozent bei 1240 Stellen, legte im Wochenvergleich jedoch ebenfalls zu, nämlich 0,3 Prozent. Der Nasdaq hingegen verlor die dritte Woche in Folge, diesmal um 0,8 Prozent.

"Wir werden wieder eine ganze Parade von Quartalsberichten sehen und darunter hoffentlich viele, die besser sind als Dell", sagte Chefanalyst Todd Clark von Nollenberger Capital Partners aus San Francisco. Auf der Liste stehen Börsenschwergewichte wie die Pharmakonzerne Merck & Co., Schering-Plough und Bristol-Myers Squibb. Vom Energiesektor erwarten Analysten angesichts der jüngst auf Rekordhöhen gestiegenen Ölpreise gute Ergebnisse, in den kommenden Tagen unter anderem vom weltgrößten Börsennotierten Konzern der Welt, Exxon Mobil und seinem Rivalen Conoco-Phillips. Zudem stehen die Zahlen von Amazon, General Motors und McDonald's an.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%