Zentralbank in erhöhter Alarmbereitschaft
Bundesbankpräsident: Märkte verstehen EZB-Signal richtig

Die Finanzmärkte haben nach Aussage von Bundesbankpräsident Axel Weber das Signal der Europäischen Zentralbank (EZB) einer anstehenden Zinserhöhung richtig interpretiert. Der EZB-Rat habe eine klares Signal an die Märkte und die breitere Öffentlichkeit gesendet, dies sei offenbar gut verstanden worden, sagte Weber am Freitag bei einer Rede in London.

dj LONDON. Am Donnerstag hatte der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet signalisiert, die Notenbank könne ihren Leitzins bereits im Juli erhöhen. Die Risiken für die Preisentwicklung seien klar nach oben gerichtet, sagte Weber zudem. Die Jahresteuerung im Euroraum werde bis weit in das kommende Jahr hinein über dem EZB-Ziel liegen, auch wenn sich der Anstieg der Rohstoffpreise abschwäche und Zweitrundeneffekte begrenzt blieben. Wegen der mittelfristigen Preisrisiken befinde sich die EZB in "erhöhter Alarmbereitschaft".

Im Mai waren die Verbraucherpreise im Euroraum binnen Jahresfrist um 3,6% gestiegen. Die EZB sieht Preisstabilität allerdings bei einer Teuerung von "unter, aber nahe 2%" gegeben.

Mit Blick auf das Wachstum erklärte das EZB-Ratsmitglied zudem, die Fundamentaldaten des Euroraums seien solide. In den kommenden Quartalen werde sich das Wachstum zwar verlangsamen, bis zum Jahresende aber dürfte der Tiefpunkt sowohl im Euroraum als auch in Deutschland aber erreicht sein.

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