Zinsentwicklung im Fokus
Dax-Ausblick: Zittern um die 6 000er-Marke

Jetzt hat der Dax die Marke von 6 000 Punkten überschritten. Ob das neue Niveau zu halten ist, wagen Beobachter nicht zu beschwören.

HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex wird nach Einschätzung von Börsianern auch in der kommenden Woche mit der Marke ringen. Die Entwicklung hänge weiter entscheidend von den Zinsaussichten für die Eurozone und die USA ab, meinen Analysten. „Zum Wochenauftakt wird sich der Dax noch über 6 000 Punkten bewegen, aber ob das bis zum Ende der Woche anhält, darauf möchte ich nicht schwören“, sagte Hans-Jörg Naumer von der Fondsgesellschaft Dit. In der ablaufenden Woche legte der deutsche Leitindex unter dem Strich rund ein Prozent zu und überschritt dabei mehrmals die psychologisch wichtige 6 000-Punkte-Marke.

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Matthieu Driol, der als unabhängiger Analyst für den Daytradebroker ClickOptions tätig ist, rechnet mit einer kurzfristigen Konsolidierung: "Nach seiner starken Aufwärtsbewegung stabilisieren sich die Kurse des Dax zwischen der Unterstützungslinie bei 5 955 Punkten und der Widerstandslinie bei 6 042 Punkten." Nach einer Sentimentanalyse von ClickOptions rechnet mehr als die Hälfte der Dax-Anleger damit, dass die Kurse sich nur moderat ändern.

Die Börsenexperten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger verweisen auf ein „deutlich verbessertes Konsumklima“, das den deutschen Aktienmarkt unterstütze. „Hier scheint sich wirklich ein Vorzieheffekt auf die anstehende Mehrwertsteuererhöhung abzuzeichnen“, schreiben die Analysten in ihrer aktuellen „Marktmeinung aus Stuttgart“. Hinzu kämen die vermehrten Übernahmeversuche, „bei denen man scheinbar auch bereit ist, tief in die Taschen zu greifen, so wie dies jetzt bei Eon der Fall ist“.

Der Dax hat nach Darstellung der Stuttgarter seine Unterstützungslinie von 5 880 Punkten „deutlich überschritten“ und nähere sich nun der Aufwärtstrendlinie, die bis zu 6 150 Punkten reiche. Doch auch die Ellwanger & Geiger-Experten bleiben vorsichtig: Zwar zeigten traditionsgemäß die letzten drei Monate im Jahr eine positiver Tendenz. „In diesem Jahr könnte dies aber alles schon vorweg genommen worden sein.“ Entscheidend sei nun, ob die US-Wirtschaft weiter erlahmt oder nicht. Kurzfristig sehen die Beobachter den Markt „etwas überkauft, wobei deutlich festzustellen ist, dass die Investoren nur sehr selektiv in den Markt gehen“. Daher würden Branchen, die in den letzten Wochen etwas stärker zurückgefallen sind, nun wieder neue Chancen bieten. Die Stuttgarter verweisen hier zum Beispiel auf Minenwerte.

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