Zinserhöhung bereits eingepreist
Anleger warten auf Fed-Entscheidung

In Lauerstellung befinden sich die Investoren an den europäischen Börsenplätzen am Dienstagmittag. Der Tenor im Markt ist klar: Vor der Sitzung der US-Notenbank am Abend gehen Investoren keine Risiken mehr ein. Eingepreist sei eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte, hierin sind sich die Auguren einig. Es wäre die 13. Zinsanhebung in Folge.

HB FRANKFURT. Doch über den weiteren Ausblick der Federal Reserve herrscht Unklarheit. Alan Greenspan und Co könnten an diesem Zinserhöhungszyklus festhalten - oder aber das Tempo verlangsamen, mit dem sie die Zinsschraube anziehen. Für das erste Szenario prognostizieren Händler Gewinnmitnahmen nach der zurückliegenden Aktien-Hausse. Für das zweite Szenario sehen sie die Blue-Chips auf neue Hochs steigen.

Der unerwartet deutliche Anstieg des ZEW-Konjunkturindex im Dezember stützte den Dax am Dienstag etwas, vermochte aber keine Euphorie auszulösen. „Das geht heute unter“, sagte ein Händler mit Blick auf die am Abend nach Handelsschluss in Europa um 20.15 Uhr MEZ anstehende Zinsentscheidung der Fed.

„Die große Frage, die sich hier jeder stellt, ist, ob die Fed tatsächlich das Ende des Zinszyklus einläutet. Damit hatten zuletzt viele gerechnet. Aber jetzt kommen Zweifel auf, so dass die Unsicherheit sehr groß ist“, fasste ein Händler die Stimmung zusammen.

Die Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent gilt dagegen als so gut wie sicher. Zudem haben viele Investoren noch für Januar einen weiteren Zinsschritt um ebenfalls 25 Basispunkte auf dann 4,5 Prozent eingepreist.

Fraglich ist, ob die Fed im März bei der ersten Sitzung unter dem neuen Fed-Chef Ben Bernanke erstmals seit Juni 2004 auf weitere Zinserhöhungen verzichten wird. Die Amtszeit von Alan Greenspan, der fast zwei Jahrzehnte die Geschicke der Notenbank geleitet hatte, endet mit der Sitzung Ende Januar.

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