Zulassung für Privatanleger ist noch offen
Neues Segment im Freiverkehr nimmt Konturen an

Das neue Fenster, das die Deutsche Börse für junge innovative Unternehmen im Freiverkehr schaffen will, nimmt immer mehr Konturen an. Wie am Rande des Eurobörsentages von „Börsen-Zeitung“ und Pricewaterhouse Coopers (PWC) am Freitag in Frankfurt durchsickerte, soll die Marktplattform bereits im September, spätestens aber im Oktober starten.

FRANKFURT/M. Das zuletzt stark gestiegene Interesse von Unternehmen und Investoren sei dafür verantwortlich. Die Gebühren für die gelisteten Unternehmen sollen bei 1 500 Euro für die Aufnahme des Listings und anschließend bei 5 000 Euro pro Jahr liegen, hieß es.

Die Deutsche Börse wollte auf Anfrage keine Stellung dazu nehmen. Rainer Riess, bei der Börse für den Wertpapierhandel zuständig, sagte während der Veranstaltung lediglich, mal wolle den Freiverkehr künftig besser positionieren und sei deswegen in Kontakt zu Investoren. Er wandte sich auch gegen die zuletzt oft zu hörenden Forderung, die Deutsche Börse solle ein Segment ähnlich dem boomenden Alternative Investment Market (AIM) in London einführen. „Die Umsätze im Freiverkehr sind heute schon höher als im AIM“, sagte er.

Bislang sind im Freiverkehr, der nur sehr geringe Regularien aufweist, rund 5 600 Unternehmen gelistet. Bei weit über der Hälfte davon sind täglich bestenfalls geringe Umsätze zu verzeichnen. Bei den Gesellschaften allerdings, die erst in letzter Zeit in dieses Segment drängten, ist dies nach Aussagen von Händlern jedoch völlig anders. Hier sorgen in der Regel Wertpapierhandelshäuser als Designated Sponsors für die nötige Liquidität in der Aktie. Im vergangenen Jahr ließen sich rund ein Dutzend Unternehmen neu im Freiverkehr listen. Mit der Notierungsaufnahme des Spezialsoftwarehauses Ifa Systems am heutigen Montag sind es bereits acht Gesellschaften in diesem Jahr. Den Auftakt machte im April die Filmproduktionsgesellschaft Studio Babelsberg.

Neu ist auch, dass Freiverkehrswerte inzwischen in der Praxis von der bisher nur theoretischen Möglichkeit Gebrauch machen, in den strenger reglementierten geregelten Markt zu wechseln. Ende Juni wechselte mit der Arques Industries AG erstmals ein Unternehmen vom Freiverkehr in den Prime Standard, für den die strengsten Regeln an der Deutschen Börse gelten.

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