Zusammensetzung der deutschen Indizes wird überprüft
Premiere und Lanxess drängen in MDax

Im Deutschen Aktienindex (Dax) wird es in diesem Jahr zu keinen Veränderungen kommen. Zu dieser Ansicht gelangen Analysten nach den jüngsten Entwicklungen am Aktienmarkt bereits jetzt, obwohl die Entscheidung über Auf und Ab im Dax erst im September fällt.

HB FRANKFURT. Eine Konstellation wie im vergangenen Jahr, als der damals abstiegsgefährdete Reisekonzern Tui über Monate hinweg zum Spielball der Spekulanten wurde – vor allem Hedge-Fonds waren beteiligt –, wird es damit nicht geben. „Das Rennen ist diesmal weit vor der eigentlichen Entscheidung bereits gelaufen“, sagt Christian Stocker von der Hypo-Vereinsbank (HVB).

Die Spekulation über Auf- und Absteiger in den deutschen Top 30 ist deswegen interessant, weil beim Aufstieg eines Unternehmens passiv gemanagte Fonds, die einen Index in seiner Gesamtheit abbilden, Aktien zukaufen müssen, weshalb der Kurs dieses Unternehmens anschließend steigt. Umgekehrt fällt der Kurs von Absteigern.

Dass es im Dax in diesem Jahr wohl kein Stühlerücken geben wird, liegt daran, dass es bei zwei von vier Unternehmen, die im Zusammenhang mit Auf- und Abstieg bislang stets genannt wurden, gravierende Veränderungen gegeben hat. So hat der Bad Homburger Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care (FMC) gerade Stamm- und Vorzugsaktien zusammengelegt. Der Marktwert des Konzerns, der bisher als akut abstiegsgefährdet galt, ist dadurch enorm gestiegen, so dass der Platz im Dax sicher sein sollte, sofern es in den kommenden Wochen nicht noch zu einem unvorhergesehenen Geschäftseinbruch bei FMC kommt.

Geschwunden sind indes die Chancen des Aufstiegskandidaten Puma, seit die Hamburger Geschwister Herz dort mit knapp 17 Prozent eingestiegen sind. Lag der Anteil der frei handelbaren Aktien („free float“) bislang bei 100 Prozent, so ist er nun um den Herz-Anteil gesunken – und damit muss Puma wohl die Hoffnung auf einen Platz im Dax vorerst ad acta legen.

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