Zwangsabfindung ausgeschlossen
Börse Stuttgart bietet Euwax-Aktionären Abfindung an

Die Aktionäre des zu drei Vierteln zur Stuttgarter Börse gehörenden Derivatehändlers Euwax werden in den kommenden Wochen ein Abfindungsangebot erhalten. Wie die nach Frankfurt zweitgrößte deutsche Börse am Mittwoch mitteilte, haben die Euwax-Aktionäre die Wahl zwischen einer Abfindung von 40,82 Euro oder einer Garantiedividende von 3,85 Euro je Aktie, die jährlich gezahlt werden soll.

rtr STUTTGART. Eine Zwangsabfindung schloss die Börse aus. Hintergrund ist die vom Vorstand der Börse geplante Verschlankung der Strukturen am Börsenplatz Stuttgart. Dabei sollen die Stuttgarter Börse und die Euwax unter einer neuen Holding geführt werden. Der Börse gehören bereits 75 Prozent plus eine Aktie an der Euwax. Durch die neue Struktur könnten Leitungsgremien, die durch die teils öffentlich-rechtliche und teils private Struktur des Börsenbetreibers bisher nötig sind, zusammengelegt werden.

Auch auf operativer Ebene könnten Teams besser vernetzt und der Austausch von Wissen und technischen Möglichkeiten verbessert werden, sagte Börsen-Vorstand Thomas Munz. Zu einem Stellenabbau werde es nicht kommen. Stattdessen wolle die Börse in Europa kräftig wachsen. Im Mittelpunkt stünden unter anderem Frankreich, Tschechien und die Schweiz.

Der Kurs der Euwax-Aktie legte nach Bekanntwerden des Plans um gut 25 Prozent auf 55 Euro zu. Er liegt damit deutlich über dem Abfindungsangebot der Börse. Die Euwax - extrem erfolgreich im boomenden Derivatehandel - ist das Zugpferd des Börsenplatzes Stuttgart, der sich vor allem im Zertifikatehandel für private Anleger in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht hat.

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