Aktien von Publicis sind etwas für Wagemutige
Schillernder Werber

An die Übernahmeschlacht zwischen den beiden Pharmakonzernen Aventis und Sanofi erinnert sich Maurice Lévy, Chef des französischen Werbe- und Kommunikationskonzerns Publicis sicher gerne: Von der Börsenschlacht profitiert sein Haus, Nummer vier der Welt, gleich zweimal: Publicis beriet Sanofi bei der Kommunikationsarbeit, was gut sechs Millionen Euro Honorare eingebracht haben soll. Und Ende September erbt Publicis dann auch noch den frei werdenden Platz von Aventis im CAC 40, dem Leitindex der französischen Börse.

Damit rückt das Papier stärker in den Fokus internationaler Investoren. Bisher ist der Werbegigant vielen Anlegern noch kein Begriff, obwohl er in seiner Branche seit langem eine feste Größe ist. Die erhöhte Aufmerksamkeit durch die Aufnahme in den Index kann die Publicis-Aktie gut gebrauchen. Seit Jahresanfang hat das Papier rund 12 Prozent verloren.

Publicis erzielt seine Einnahmen von 3,8 Mrd. Euro (2003) primär in Europa und den USA, wobei die Anteile beider Regionen ungefähr gleich verteilt sind. Das Geschäft ruht auf drei Säulen: Die erste ist der klassische Werbebereich, also die Gestaltung von Werbekampagnen. Dazu kommen Marketing- und Kommunikationsdienstleistungen wie Investor Relations, Krisen-PR und auch Kunden-Betreuung. Drittes Standbein ist die Vermarktung von Werbeplätzen. Bei seinen Aktivitäten stützt sich Publicis auf Agentur-Netzwerke wie Publicis Worldwide, Saatchi & Saatchi und Leo Burnett Worldwide. Letztere kam durch den Kauf der Bcom3 Group im September 2002 hinzu; mit der Transaktion stieg Publicis auch zur weltweiten Nummer vier auf.

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