Alles längst geregelt
Grenke Leasing plant schon über das Jahr 2011 hinaus

Die Nachfolgefrage in Aktiengesellschaften bereitet Anlegern regelmäßig Bauchschmerzen. Besonders, wenn es sich um kleine, erfolgreiche Unternehmen handelt, bei denen der langjährige Chef und Gründer ersetzt wird. Aktionäre von Grenke Leasing müssen diese Sorge nicht haben.

FRANKFURT/M. Bei dem im SDax gelisteten Leasing-Anbieter für den IT-Bereich steht heute bereits fest, wer Vorstandschef und Gründer Wolfgang Grenke ab dessen 60. Geburtstag im Jahr 2011 ersetzen wird! Dafür stieß Uwe Hack letzte Woche von der Wiesbadener Schlott Gruppe in den Vorstand des Baden-Badener Unternehmens. Eine Einarbeitungszeit von sechs Jahren für einen neuen Chef, das ist sicherlich weltweit außergewöhnlich.

Das Vorgehen macht aber Sinn im Hinblick darauf, dass Grenke Leasing zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in Deutschland gehört und diesen Status auch halten will. Seit der Gründung im Jahr 1978 sind Zuwachsraten von durchschnittlich 20 Prozent per anno üblich. Davon profitieren auch die Anleger. Seit ihrem Allzeittief vor zweieinhalb Jahren hat die Aktie um knapp 350 Prozent an Wert zugelegt. Dass Grenke Leasing in einer Umfrage des Anlegermagazins „Börse Online“ vor Kurzem zum besten deutschen Unternehmen im Bereich Smallcaps gewählt wurde, lag nach Ansicht der Befragten unter anderem an der Glaubwürdigkeit des Unternehmens.

Noch in einem anderen Punkt staunen Quartal für Quartal die Anleger: Mit immenser Schnelligkeit werden ihnen jeweils an einem der ersten Arbeitstage des neuen Abschnitts Zahlen zum Neugeschäft und dessen Marge in den abgelaufenen drei Monaten präsentiert. Das war am vergangenen Mittwoch wieder der Fall, als selbst Analysten, die das Unternehmen intensiv beobachten, von überraschend starken Neugeschäftszahlen berichteten. Ein solides Wachstum im Inland und ein rasantes Wachstum im Ausland sahen sie vor sich. Und weil im vierten Quartal traditionell das Wachstum am stärksten ist, gibt es niemanden, der von der Aktie abrät. Die Neugeschäftszahlen sind für Aktionäre von Grenke Leasing deswegen so wichtig, weil sich daraus ableiten lässt, mit welchen festen Ergebnisbeiträgen ihr Unternehmen in Zukunft rechnen kann. Im Schnitt laufen die Leasing-Verträge mit den Kunden knappe vier Jahre.

Es bleibt für die Anleger die Frage, ob das rasante Wachstum der letzten Jahre auch in Zukunft gehalten werden kann. Differenziert werden muss hierbei nach In- und Ausland. Auf dem heimischen Markt dürften Mittelständler wegen der strengeren Eigenkapitalrichtlinien im Hinblick auf Basel II noch einmal in verstärktem Maße nach Leasingmodellen nachfragen. Im europäischen Ausland ist das Unternehmen stark vertreten. Gerade erst kam Belgien hinzu. Und im Osten liefern Polen und Tschechien erstaunliche Wachstumszahlen.

Den russischen Markt meidet Grenke Leasing dagegen bislang – wegen der fehlenden Rechtssicherheit. Zu Recht, denn gerade für das Finanzierungsgeschäft bedarf es exakter juristischer Rahmenbedingungen. Stattdessen hat Wolfgang Grenke in seinen verbleibenden sechs Jahren als Chef einen anderen Massenmarkt im Sinn: Indien. Gerade für den IT-Sektor gilt das asiatische Land als Wachstumsmarkt erster Güte. Erste viel versprechende Kontakte sind bereits geknüpft. Weitere sollen in Kürze folgen. Sollte der Markteintritt gelingen, wären Wachstumsraten von 20 Prozent auch für die nächsten Jahre gesichert. Die Weichen für die Zukunft sind bei Grenke Leasing damit gestellt. Teilweise sogar schon über das Jahr 2011 hinaus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%