Bulle & Bär
Anleger wappnen sich mit Aktienfonds gegen Schuldenexzesse

Das zeugt von wahrer Risikobereitschaft: Im Oktober haben die deutschen Privatanleger für netto 3,3 Milliarden Euro Aktienfonds gekauft. Mehr Geld haben sie in solche Produkte zuletzt im Mai investiert. Warum die Schuldenkrise zu Käufen von Aktien anregt.
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FRANKFURT. Das zeugt von wahrer Risikobereitschaft: Im Oktober haben die deutschen Privatanleger für netto 3,3 Milliarden Euro Aktienfonds gekauft. Mehr Geld haben sie in solche Produkte zuletzt im Mai investiert. Diese Zahlen meldete gestern der Fondsverband BVI.

Solch hohe Zuflüsse sind fast schon spektakulär - insbesondere vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Schuldenkrise in der Euro-Zone. Aber offenbar schreckt das die Anleger nicht ab. Man darf noch einen Schritt weitergehen und fragen: Kann die Krise vielleicht sogar zu Käufen von Aktien anregen?

Die Antwort lautet: Sie kann. Einen Hinweis darauf geben schon die seit einigen Wochen fallenden Anleihekurse. Es geht nicht nur um die Kurse der Staatstitel aus den taumelnden EU-Ländern Griechenland, Irland, Portugal, Spanien. Auch die Notierungen der erstklassig geltenden Bundesanleihen schwächeln jetzt.

Die Kursrückgänge an den Bondmärkten spiegeln den Vertrauensverlust der Investoren wider. Staatstitel hatten früher den Ruf, extrem sicher zu sein, von Witwen- und Waisenpapieren war sogar die Rede. Die Krise hat uns gelehrt: Das ist vorbei.

Die Schwellenländer zählen zu den großen Favoriten

Angesichts der explodierenden Staatsschulden fürchten sich immer mehr Anleger vor Inflation. Hier kommt die Aktie ins Spiel: Sie ist ein Sachwert, bietet damit auch Schutz gegen Geldentwertung. Anders gesagt: Eine Beteiligung am Produktivvermögen, dessen Wert auch in großen Krisen Bestand hat, ist eben besser als der Kauf von Schulden.

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