Bulle & Bär
Der Boden rückt immer näher

Geht es noch turbulenter? Das werden sich viele Börsianer rückblickend auf die abgelaufene Woche fragen. Fünf Prozent rauf im Dax - so wie am vergangenen Mittwoch - und tags darauf gleich wieder retour. Das ist nur schwer zu überbieten. An den Ereignissen der vergangenen Handelstage lässt sich ablesen, was noch kommen müsste, damit an den Märkten ein weiteres Mal Angst und Schrecken ausbricht.

Geht es noch turbulenter? Das werden sich viele Börsianer rückblickend auf die abgelaufene Woche fragen. Fünf Prozent rauf im Dax - so wie am vergangenen Mittwoch - und tags darauf gleich wieder retour. Das ist nur schwer zu überbieten. An den Ereignissen der vergangenen Handelstage lässt sich ablesen, was noch kommen müsste, damit an den Märkten ein weiteres Mal Angst und Schrecken ausbricht. Der Zusammenbruch des einstmals weltgrößten Versicherers AIG beispielsweise. Oder - in abgeschwächter Form - die Pleite von GM. Von den Prognosen zum Wirtschaftswachstum dagegen droht weniger Gefahr. Dass sie ein weiteres Mal nach unten revidiert werden, gilt an der Börse als ausgemacht.

In dieser Woche werden von Konjunkturseite kaum positive Neuigkeiten kommen. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie am Mittwoch, die europäische Industrieproduktion am Donnerstag sowie zum Wochenausklang die US-Einzelhandelsumsätze werden allesamt eine rückläufige Tendenz zeigen. Ein Hoffnungsschimmer allerdings ist, dass der stärkste Rückgang wohl überstanden ist.

Schon deshalb steigt die Zahl der Experten, die von einer Bodenbildung sprechen. Natürlich vorausgesetzt, dass nicht neue Hiobsbotschaften publik werden, die alle bisherigen Erkenntnisse wieder über den Haufen werfen.

Der Ausverkauf der vergangenen Woche, als der Dax teilweise unter 3 700 Punkte gefallen ist, hat selbst die größten Pessimisten überrascht. Auch sie sehen das Ende des rasanten Abschwungs näher rücken. Kursverluste von rund 60 Prozent bei den meisten bedeutenden Indizes weltweit seit Ausbruch der Finanzkrise sind ein gewichtiges Argument, das selbst den größten Schwarzsehern die Hoffnung auf eine baldige Bodenbildung zurückgibt.

Wer dabei Argumentationshilfe braucht, der sollte sich am morgigen Dienstag näher die Quartalszahlen der Hannover Rück anschauen. Deren Vorstandschef Wilhelm Zeller hatte schon zum Jahresende verkündet, dass die Finanzkrise für sein Haus ausgestanden sei.

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