Bulle & Bär
Feuerwerk der Zahlen

Man kann nicht behaupten, dass in dieser Woche wenig los sein wird. Waren die vergangenen Tage am Aktienmarkt noch zäh, als kleine Unternehmensmeldungen oder die täglichen Hoch- und Runterstufungen von Analysten herhalten mussten, um so manches Auf und Ab zu erklären, so ist das ab sofort anders.

FRANKFURT. Man kann nicht behaupten, dass in dieser Woche wenig los sein wird. Waren die vergangenen Tage am Aktienmarkt noch zäh, als kleine Unternehmensmeldungen oder die täglichen Hoch- und Runterstufungen von Analysten herhalten mussten, um so manches Auf und Ab zu erklären, so ist das ab sofort anders. Eine wahre Flut von Quartalszahlen kommt aus den USA, glücklicherweise aus Unternehmen, die man auch hierzulande schon gehört hat.

Goldman Sachs, Johnson & Johnson, General Electric, IBM und Google sind nur die schillernsten Namen aus einer langen Liste. Dagegen haben es Wilex oder Gerresheimer, die hier ihre Quartalszahlen präsentieren, natürlich schwer. Im Mittelpunkt wird zweifellos morgen Goldman Sachs stehen. Als erste Wall-Street-Bank legt sie Zahlen vor, ehe in den restlichen Tagen der Woche JP Morgan, Citigroup, Bank of America und Morgan Stanley folgen werden.

Die Zunft der Analysten war schon Ende vergangener Woche ganz aufgeregt, rechnen sie doch mit einem Rekordgewinn, der an das Vorkrisenjahr 2007 erinnern könnte. Jedenfalls soll Goldman Sachs in den Monaten April bis Juni so viel verdient haben wie keine andere Großbank an der Wall Street. Die spannende Frage wird demnach sein, wie groß der Abstand der Verfolger ausfallen wird und ob vor kurzem noch angeschlagene Häuser wie die Citigroup auf dem Weg der Besserung sind.

Bei den großen Technologiekonzernen, die mit IBM, Google oder Intel ebenfalls geballt ihr Zahlenwerk präsentieren, geht der Blick vor allem dahin, was 2010 zu erwarten ist. Und ob dazu überhaupt etwas konkretes gesagt wird. Sollten diese konjunktursensiblen Unternehmen tatsächlich bessere Stimmung verbreiten, wäre das ein gutes Zeichen für eine generelle Erholung. Schließlich bekommen es Tech-Unternehmen mit als Erste zu spüren, wenn ihre Kunden wieder investieren. Geringe Erwartungen schützen Anleger hier aber vor Enttäuschungen.

Das gilt auch für die monatlich erhobenen Konjunkturerwartungen des ZEW, dem bedeutendsten Indikator in dieser Woche in Deutschland. Nachdem diese jetzt acht Monate in Folge gestiegen sind, könnte es diesmal wieder leicht bergab gehen.

schnell@handelsblatt.com

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