Bulle & Bär
Gold-Preis springt auf 18-Jahreshoch

Gestern war es soweit: Der Goldpreis sprang klar über die Marke von 480 Dollar je Unze (31 Gramm). Das war gleichzeitig ein neues 18-Jahreshoch. Vor allem nach oben schießende US-Inflationsraten treiben Anleger zur Flucht in sichere Sachwerte an.

HB GENF. Obwohl sich der Preis für das Edelmetall in den vergangenen Jahren bereits verdoppelte, sehen manche Experten Gold erst im frühen Stadium eines langfristigen Aufschwungs. Die wichtige Hürde von 500 Dollar gilt den Enthusiasten lediglich als nächste Zwischenstation.

Bisher ist das Metall als Anlageobjekt kaum entdeckt. Darauf wies jetzt John Hathaway hin, der in den USA einen bekannten Fonds für Goldminenaktien lenkt. „Wenn die Investoren beim Metall erst zuzugreifen beginnen, wird der Goldpreis vierstellig“, sagt der Amerikaner. Hathaway hat die Statistik auf seiner Seite. Weltweit sind in Finanzwerten rund 70 000 Mrd. Dollar investiert. Fast zwergenhaft nehmen sich dagegen die 1 000 Mrd. Dollar Marktwert der Goldaktien und die 100 Mrd. Dollar an physischem Metall aus.

Die Protagonisten argumentieren aber nicht nur mit dem Status quo. Sie präsentieren auch historische Vergleiche zum Beleg für krasse Untergewichtungen in den Depots. Zu Beginn des Wertpapierbooms Anfang der 80er- Jahre machten die weltweiten Goldbestände knapp 26 Prozent der gesamten Finanzanlagen aus. Bis heute ist diese Quote auf 1,4 Prozent geschrumpft. So gesehen ist Gold relativ zu Finanzwerten sehr billig.

Hinter den Begründungen für den Goldpreisaufschwung schimmert allerdings ein Argument durch, das für viele traditionelle Analysten tabu ist. Hathaway registriert wachsendes Misstrauen gegenüber globalen Ungleichgewichten im Finanzsystem und sinkendes Vertrauen in die etablierten Währungen. Vor allem die explodierende Verschuldung bereitet ihm Kopfschmerzen.

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