Bulle & Bär
Good bye, Dollar!

Endlich scheint Warren Buffett Recht zu behalten. Seit Jahren wettet der Super-Investor gegen den Dollar – und erlitt zunächst Schiffbruch. Doch jetzt kann er sich die Hände reiben, denn es riecht nach einer Trendwende.

FRANKFURT. Allein in den vergangenen Wochen fiel der Kurs gegenüber dem Euro um zehn Cents. Die Gemeinschaftswährung steuert nun die Marke von 1,30 Dollar an.

An Dollar-Bären war selten ein Mangel. Nun scheinen sich die Devisenmärkte ihrer Einschätzung anschließen zu wollen. Die Argumente der Baissiers haben Schlagkraft: Der frühere Notenbankchef Alan Greenspan überflutete die Wirtschaft mit Liquidität, initiierte eine gigantische Verschuldungswelle. Präsident George Bush häufte bereits in seinen ersten Amtsjahren so viele Schulden auf wie alle seine Vorgänger zusammen. Und die Bürger des Landes nahmen sich das Verhalten zum Vorbild.

Amerika ist bei der Finanzierung seines Staats- und Handelsbilanzdefizits vollkommen abhängig vom Ausland. Und insbesondere bei den Hauptfinanziers aus Asien wächst die Neigung, wie es im Branchenjargon heißt, bei den eigenen Währungsreserven und Anlagen zu diversifizieren, sprich die Dollarquote zu senken. Das drückt auf die immer noch wichtigste Reservewährung der Welt und dürfte es in Zukunft erst recht tun.

Wer sich nicht nur auf diese Argumentation und auf die Meinung des treffsicheren Buffett verlassen will, der bekommt jetzt Rückendeckung durch einen anderen Guru der Finanzmärkte: Bill Gross bläst massiv zum Ausstieg aus dem Dollar. Der Anleiheexperte bei der US-Anlagefirma Pimco zieht Parallelen zwischen dem krisengeschüttelten Autokonzern General Motors und dem Zustand der amerikanischen Nation. Seiner Ansicht nach spiegelt die Geschichte von GM die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft wider. Zur Erinnerung: Von den Höchstkursen der Autoaktie vor sechs Jahren ist nur noch ein Viertel übrig geblieben.

Seite 1:

Good bye, Dollar!

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%