Bulle & Bär: Lukrative Alternative für Apple-Aktionäre

Bulle & Bär
Lukrative Alternative für Apple-Aktionäre

Noch vor wenigen Jahren baute Apple einfach nur Computer. Diese waren zwar meist besser als die der Konkurrenz, nur interessierte das fast niemanden. Hätte es damals nicht einen harten Kern der Apple-Anhänger gegeben, wäre der kalifornische Konzern wohl schon längst Geschichte. Anleger sollten vorsichtig sein – Apple könnte zurück in die Nische fallen.

DÜSSELDORF. Nur die Weitsicht von Steve Jobs, Gründer und nach einer kurzen Auszeit seit 1997 wieder Vorstandschef des Unternehmens, konnte die Pleite schließlich aber noch verhindern. Mit einem neuen, bunten Design verkauft Apple nicht mehr allein seine Produkte, sondern vor allem ein Image

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Apple-Computer gelten spätestens seit dem vor neun Jahren eingeführten iMac als chic und trendy. Nicht mehr allein die inneren Werte, sondern immer stärker die Optik wird daher zum Kaufargument. Auch die Anleger profitierten von diesem Trend. Während Jobs das Angebot an Lifestyle-Produkten stetig ausbaute, stieg der Aktienkurs kräftig an. Vor allem der Musikspieler iPod bescherte den Investoren satte Gewinne. Allein in den vergangenen drei Jahren kletterte der Kurs von rund zehn auf momentan knapp 85 US-Dollar.

Obwohl der Boom des iPods weiter anhält – seit der Einführung 2001 hat Apple bereits fast 90 Millionen Stück verkauft –, hinkte der Börsenkurs zuletzt hinterher. Erst vor wenigen Tagen scheiterte der Anteilsschein knapp an der Marke von 100 Dollar und notiert inzwischen wieder fast 20 Prozent unter diesem Wert.

Anleger sollten daher vorsichtig sein. Die erste Schwäche könnte ein Vorbote sein – möglicherweise sogar für einen freien Fall. Denn das eigentliche Computergeschäft verlief zuletzt eher enttäuschend. Trotz des positiven Images hat es Apple nicht geschafft, den Platzhirschen ernsthaft Konkurrenz zu machen. Die Marktanteile stiegen zwar an, blieben jedoch hinter den Erwartungen vieler Börsianer zurück. Und auch der Erfolg des neuen iPhones gilt längst nicht als sicher.

Und dass auch andere Unternehmen mit innovativen Design-Konzepten durchaus überraschen können, zeigte nicht zuletzt der amerikanische Handyproduzent Motorola. Der Konzern verwandelte sich dank des damals schmalsten Funktelefons der Welt vom Krisenunternehmen zum Hoffnungsträger.

Noch hat Apple zwar die Chance, weiterhin durch Innovationen zu glänzen. Doch mit jeder neuen Produktsparte wächst die Gefahr, dass der Kunde woanders nach Abwechslung sucht. Und fällt Apple zurück in die Nische, werden das auch die Investoren spüren. Immerhin ist die Bewertung der Aktie auch ohne Umsatzeinbrüche bereits ambitioniert. Für die kommenden Jahre liegen die geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnisse jenseits der 20. Anleger, die dieses Risiko scheuen, haben eine lukrative Alternative: Die Apple-Aktien rechtzeitig verkaufen und die mitunter satten Gewinne einstreichen.

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