Bulle & Bär
Phoenix Sonnenstrom hat bei Investoren gute Karten

Die Analysten der Citigroup, der Deutschen Bank und von Independent Research beobachten die Aktie des Solarunternehmens Phoenix Sonnenstrom. Das wäre an sich nicht bemerkenswert, würden die Papiere des Projektierers von Photovoltaik-Anlagen nicht im Freiverkehr notieren.

Wer in diesem nahezu unreglementierten, privatrechtlich organisierten Segment gelistet ist, bei dem verdrehen die Großen der Branche gewöhnlich von vornherein die Augen. Undurchsichtige Kleinstunternehmen, nicht nachvollziehbare Kurse und Aktien mit dem Prädikat „Feld, Wald und Wiese“ lauten die wenig schönen Attribute, die man den dort gelisteten Titeln meist zubilligt.

Anders bei dem Unternehmen aus dem beschaulichen Sulzemoos bei München. Phoenix Sonnenstrom werden in den Geldtempeln Türen geöffnet, von denen andere Unternehmen auf dem Freiverkehrskurszettel nur träumen. Beispiel gefällig? Als im Frühjahr die erste Kapitalerhöhung in der Firmengeschichte im Volumen von 6,3 Mill. Euro anstand, griffen die deutschen Fondsriesen DWS und Dit ganz schnell zu und teilten sich die Summe. Andere Investoren kamen gar nicht erst zum Zug.

Das Interesse an Phoenix Sonnenstrom gründet auf verschiedenen Faktoren. Zum einen laufen die Geschäfte in der Solarbranche weiterhin exzellent. Gerade erst hat das Management um Gründer und Vorstandschef Andreas Hänel die Prognosen für das laufende Jahr angehoben. Der Gewinn soll sich nunmehr auf 5,66 Mill. Euro gegenüber dem Vorjahr verdoppeln.

Dabei ist die Aktie mit einer Bewertung des knapp achtzehnfachen des Gewinns für 2006 im Vergleich zu den weitaus höheren Bewertungen der boomenden Branche moderat bewertet. Die Solarworld-Aktie als Überflieger der Branche ist derzeit das 28fache des Gewinns für das kommende Jahr wert.

Der Vergleich zwischen beiden Unternehmen hinkt allerdings: Solarworld steht als Hersteller von Solarmodulen eine Stufe vor Phoenix Sonnenstrom in der Wertschöpfungskette. Die planen und bauen Großkraftwerke. Und während den Ersteren die Produkte derzeit quasi aus den Händen gerissen werden, stehen Projektierer wie Phoenix Sonnenstrom im täglichen Wettbewerb um die besten Gestaltungsvorschläge für Großprojekte.

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