Bulle & Bär
Spanische Energie-Phantasie

Die seit einem Jahr andauernde Übernahmeschlacht um den größten spanischen Versorger Endesa hat das Interesse der Aktienmärkte auf den spanischen Energiemarkt gelenkt.

HB MADRID. Allein die Endesa-Aktie hat wegen des Bieterstreits zwischen der deutschen Eon und der spanischen Gas Natural in zwölf sehr bewegten Monaten um ganze zehn Euro auf über 28 Euro zugelegt.

Abgeschlossen ist der deutlich politisch eingefärbte Kaufprozess noch lange nicht, da kurbeln schon neue Gerüchte die Kurse der iberischen Stromwerte an: Die Aktie der Nummer zwei des spanischen Strommarktes, Iberdrola, stieg in nur einem Monat von 28,60 auf knapp 32 Euro, der Titel der Nummer drei, Unión Fenosa, stieg im gleichen Zeitraum um fünf Euro auf über 38 Euro. Selbst der größte spanische Gasversorger Gas Natural, der bis jetzt als klarer Verlierer des Übernahmekampfes um Endesa galt, konnte in den vergangenen vier Wochen zulegen.

Hintergrund sind vor allem politische Überlegungen. Angesichts der enormen Abhängigkeit Spaniens von ausländischen Primärenergien hat die sozialistische Regierung – auch wenn sie Eon nun den Kauf von Endesa gestattet hat – weiterhin großes Interesse daran, einen nationalen Champion zu kreieren. Dieser soll durch größere Einkaufskraft bessere Preise aushandeln können, Synergien nutzen und massiv auf alternative Energiequellen setzen.

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