Bulle & Bär
Steigende Umsätze regen die Anlegerphantasie an

Die Zahl verdeutlicht mehr als tausend erklärende Worte: Alle im marktbreiten Index FTSE-300 notierten europäischen Unternehmen verdienen inzwischen so viel, dass sie ihre kompletten Schulden innerhalb von nur zwei Jahren tilgen könnten.

FRANKFURT. Ein Zustand, der einmalig ist in der Geschichte. Und das, obwohl die Zinsen schon seit geraumer Zeit so niedrig wie nie zuvor sind und auch nach der gerade eingeläuteten Zinswende äußerst günstig bleiben werden. Das sollte den Trend hin zu steigender Verschuldung eigentlich fördern.

Etliche Investoren haben für das kommende Jahr bereits den Trend ausgegeben: „Rein in Aktien von Unternehmen, die ihr Wachstum 2006 verstärkt aus Investitionen holen wollen“. Wie das geschehen soll, ob durch verstärkten Ausbau neuer Geschäftsfelder, Absatzmärkte oder Produktionsstätten, ist ihnen im Moment noch weitgehend egal. Wichtig ist, dass nach einer jahrelangen Phase der Kostenreduzierung neue Phantasie durch deutlich steigende Umsätze bei den Börsianern aufkeimt. Und dass eben nicht das Ergebnis durch die nächste Sparmaßnahme erneut geschönt wird.

Einen besonderen Schwerpunkt werden sie insbesondere auf den Bereich Fusionen und Übernahmen (M&A) richten. Dabei spielt es in der ersten Einschätzung auch keine Rolle, ob ein Unternehmen auf der Suche nach geeigneten Kandidaten ist oder selbst Ziel einer Attacke werden könnte. Wer selbst agiert, strahlt Optimismus aus, natürlich auch für Anleger. Und wer für andere Unternehmen interessant ist, ist es ebenfalls für die Börse.

Die Intuition der Investoren ist klar: Die Märkte sind in der jetzigen Aufschwungphase – meist gehen die Experten von einem siebenjährigen Zyklus aus – schon weit fortgeschritten. Wer jetzt nicht die Weichen für die Zukunft stellt, ist in zwei oder drei Jahren eventuell schon nicht mehr in der Lage dazu, weil andere Faktoren eine zügige Expansion erschweren.

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