Bulle & Bär
Substanz entscheidet

Man muss kein Prophet sein für die Vorhersage, dass Intel Dienstagabend nach US-Börsenschluss gute Zahlen zum ersten Halbjahr vorlegen wird. Denn der Markt weiß offenbar schon mehr: Seit Tagen treiben positive Analystenkommentare den Kurs.

HB DÜSSELDORF. Seit Monatsbeginn konnte die Intel-Aktie an der Nasdaq an acht von insgesamt zehn Handelstagen zulegen, darunter allein am Donnerstag ohne größere Nachricht um sechs Prozent. Auf Sicht von einem Monat hat sich das Papier damit um satte 15 Prozentpunkte besser als die großen US-Indizes Nasdaq und S&P 500 entwickelt.

Zwar zählt Intel schon seit Jahren zu den Lieblingen der Analysten; unter 36 Stimmen finden sich nur drei Verkaufsempfehlungen. Hinter dem jüngsten Kursanstieg dürfte aber mehr stecken als nur das Zucken eines seit Jahren verschmähten Zyklikers. Sieht man von den spekulativen Übertreibungen der Jahrtausendwende ab, pendelt der Kurs von Intel seit zehn Jahren zwischen 20 und 40 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs von 26 US-Dollar ist damit der jüngste Anstieg unspektakulär. Für die deutschen Investoren trübt die Dollar-Schwäche die Bilanz zusätzlich. Die optimistischere Lesart ist jedoch, dass die Schwäche des US-Dollars die Aktie aus Sicht deutscher Anleger noch attraktiver macht, als sie es auf Grund ihrer Bewertung und Perspektiven ohnehin ist.

Denn inzwischen attestieren immer mehr Analysten der Aktie, die Eigenschaften eines Wachstumstitels mit der günstigen Bewertung eines Substanzwerts zu vereinen. In der vergangenen Woche nahm Goldman Sachs das Intel-Papier in die Liste der fünf attraktivsten Substanzaktien unter den Technologiewerten auf. In diesem und im kommenden Jahr sollen die Gewinne je Aktie um rund 25 Prozent steigen. Langfristig halten die Analysten ein jährliches Gewinnwachstum von 17 Prozent pro Jahr für realistisch.

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