Bulle & Bär
Vorsicht vor teuren Billigheimern

Indexprodukte sind der letzte Schrei. Bisher galten sie als Langweiler, weil sie genau wie ein Index aufgebaut sind, etwa wie die Aktien-Messlatte Dax. Doch in harten Kapitalmarktzeiten entpuppen sich gerade börsengehandelte Indexfonds, kurz: ETFs als Renner. Der Grund: Die Produkte sind transparent, jederzeit handelbar und vor allem preiswert.

FRANKFURT. Bei schrumpfenden Renditeaussichten an den Finanzmärkten fallen die Gebührenbelastungen mehr ins Gewicht als in guten Zeiten. Wer in der Hausse mit Aktien jährlich zehn Prozent oder mehr verdient hat, dem ist es im Zweifel egal, ob sein Indexfonds mit Gebühren von jährlich einem halben oder ein aktiv verwalteter Fonds mit bis zu zwei Prozent belastet wird.

Von heute aus betrachtet dürften die Erträge auf längere Zeit im niedrigen einstelligen Bereich rangieren. Und dann steigt der Gebührenanteil am Bruttoertrag rapide. Auch deshalb sind vor allem börsengehandelte Indexfonds ohne Ausgabeaufschlag gefragt wie nie zuvor.

Die Popularitätswelle ist unübersehbar. Jetzt kauft sogar der große aktive Vermögensverwalter Blackrock den weltweit größten ETF-Anbieter Barclays Global Investors. Es ist ein Megadeal in der Branche.

Was im Großen gilt, gilt auch im Kleinen: Immer mehr ETFs kommen an den Markt - und immer mehr Privatanlegerprodukte, die ihrerseits diese Indexfonds als Bausteine einsetzen. Privatanleger müssen allerdings kühlen Kopf bewahren. Ansonsten löst sich ihr Gebührenvorteil in Luft auf.

Unter der Überschrift "Aktive Verwaltung mit passiven Bausteinen" setzen manche Fondsmanager zu größeren Teilen oder ausschließlich ETFs ein. Die Gebühren für die ETFs sind zwar gering. Aber der Vermögensverwalter verlangt für seine Arbeit der ETF-Auswahl seine eigenen und damit zusätzliche Gebühren.

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