Das Thema Terror ist beständiger Faktor an der Börse
Die latente Gefahr

Weltweit gedenken die Menschen am Samstag der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington. Für die Börsianer spielt das Datum 11. September dagegen nur eine unbedeutende Rolle

FRANKFURT/M. So erschütternd die Bilder der einschlagenden Flugzeuge, die erneut auf allen Kanälen laufen werden, auch sind, Börsianer lässt das mehr oder weniger kalt. Und das liegt am wenigsten daran, dass der Jahrestag diesmal auf einen Samstag fällt, an dem die Börsen ohnehin geschlossen haben.

Vielmehr ist das Thema Terror spätestens seit den Anschlägen vom 11. September an den Märkten stets latent vorhanden. Strategen geben ihre Prognosen nur unter dem Vorbehalt ab, dass ein großer Terroranschlag diese natürlich sofort in Frage stellen würde. Und Investoren sind sich bei ihren Anlageentscheidungen bewusst, dass damit auch stets das Risiko verbunden ist, bei einem Anschlag schmerzhafte Verluste hinnehmen zu müssen.

Inzwischen hat sich an den Märkten aber auch die Einsicht durchgesetzt, dass der Einfluss des Faktors Terror auf die Aktienkurse nur marginal ist. Zwar führen Panik, Schockzustand und Zukunftsangst dazu, dass es an den Börsen unmittelbar nach einem Terroranschlag deutlich nach unten geht. Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit aber auch, dass dieser Zustand nur kurzzeitig anhält. Bereits wenige Wochen nach dem 11. September näherten sich die Aktienkurse wieder dem Niveau an, das sie vor den Anschlägen hatten. Ebenso reagierten die Börsen nach der Terrorattacke in Madrid im März dieses Jahres.

Dass an den Märkten relativ schnell eine Phase der Normalisierung eingekehrt ist, liegt daran, dass Terror an den Fundamentaldaten im Vergleich zur Zeit vor den Anschlägen meist kaum etwas ändert. Die Konjunkturprgonsen gehen weiterhin in die gleiche Richtung wie davor. Nicht einmal an den Stellen hinter dem Komma ändert sich etwas. Und die Planzahlen der Unternehmen sind in den allermeisten Fällen ebenfalls nicht betroffen.

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